Kaya- eine wundersame Reise- der Hintergrund

Blog 22.1 – der Hintergrund unserer Reise Teil 1

(Teil 1 von Kayas wundersamer Reise ist HIER zu finden)

Die Zeit verwandelt uns nicht - sie entfaltet uns nur.
— Max Frisch

Sind wir nun also am 1. Oktober 2017 am ach so erhofften Ende unserer Reise angekommen, mein lieber Leser? Ja und nein- wie das sein kann, das möchte ich dir nun persönlich erklären und die Feder von meiner Hündin übernehmen. Ich bin Carina. Ich bin nicht besonders groß. Nicht besonders klein, bin nicht besonders hübsch und auch nicht besonders hässlich, bin nicht weise und auch nicht wirklich dumm, nicht besonders in irgendeiner Weise. Ich bin einfach die ich bin, und das ist meine Geschichte, mit der ich dich ermutigen möchte, an dich selbst und deine eigene Göttlichkeit zu glauben.

Es ist dies einfach meine Geschichte, welche genau vor 3 Jahren (wir haben heute den 19.Oktober 2018) in jenem besagten Gesundheitsgut für mich bewusst, in Wahrheit aber schon bei meiner Geburt begonnen hat. Denn offensichtlich habe ich mir all` die „Scheiße“, wie ich es früher liebend gerne bezeichnet und mich dadurch doch ein wenig im Selbstmitleid gesuhlt habe, tatsächlich für dieses Leben ausgesucht. Ich fand mich mit 35 Jahren in einer Situation wieder, in der ich weder ein noch aus wusste, in der meine damalige ach so heile Welt zusammenzustürzen drohte und ich nicht mehr die Kraft hatte, auch nur ein Trumm davon aufzuheben. Ich habe sehr viel getrunken, ob meiner ständigen Panikattacken auch noch Tabletten genommen, hatte keine Lust mehr aufzustehen und verbrachte einen Sommer lang fast katatonisch auf unserer damaligen Terrasse, kaum fähig, die Bierflasche aufzuheben. Und wusste nicht warum. Warum ich nicht mehr weiter konnte. Mein Freund war durchaus ein liebenswerter Gefährte, waren unsere Ansichten und unsere Wertvorstellungen auch teilweise sehr konträr, so kann ich im Nachhinein sagen, dass er ein sehr liebenswerter junger Mann war, mit dem ich auch später manchmal Kontakt hatte und den ich als Menschen sehr schätze. Unser Häuschen war entzückend, es stand eigentlich da, um von mir liebevoll ausgebaut und dekoriert zu werden und der Stall, den mir mein Freund und seine Familie gebaut haben, um meinen geliebten Ponyhof gut unterbringen zu können, war ohne übertreiben zu wollen großartig. Vom Reitplatz ganz zu schweigen. Trotzdem konnte ich nicht mehr, ich hatte jede Freude verloren und schleppte mich durch die Tage, was natürlich für unsere Beziehung auch nicht förderlich war. Ich hatte keine Lust zum Ausgehen, keine Lust darauf, Freude zu treffen und schon gar nicht, mit meinem Freund zu schlafen. Ich wollte nicht kochen, wollte nicht im Garten arbeiten und zum Schluss bin ich nur noch zu den Pferden gegangen, weil ich es musste. Ich war so leer und hatte keine Ahnung warum, müsste ich doch bei meinem Leben für alle Außenstehenden glücklich gewesen sein. Es war ein paar Monate lang wirklich der Alkohol, der mir dieses Leben erträglich gemacht hatte und glaube mir, ich habe mich dafür gehasst, dass ich scheinbar so unzufrieden und undankbar war. Allerdings wusste ich nie WARUM.

Eines Tages im Sommer, es waren noch ca. 3 Wochen bis zum Schulbeginn, saß ich wieder auf meinem Stammplatz alleine auf unsere Terrasse, hab eine Flasche Prosecco getrunken und mir mit einem Messer begonnen, Muster in meinem Oberschenkel zu ritzen. Nicht tief, ich bin eher ein wehleidiger Typ, aber so weit, dass ich etwas gespürt habe. Es war das einzige, was ich damals wirklich gespürt habe, alles andere war düster und verschleiert. Und da war es dann zum ersten Mal, dass ich meine innere Stimme gehört hatte, die einfach „stop“ gesagt hat. „Stop, jetzt reicht es, jetzt holst du dir Hilfe.“ Ich habe mir mein Handy geschnappt und den ersten Psychiater angerufen, der im Internet gelistet war. Ich war davon überzeugt, dass nur noch ein solcher Arzt fähig wäre, mir wieder auf die Beine zu helfen. Bei meinem ersten Besuch in seiner Ordination habe ich natürlich, wie so oft in meinem Leben, den Schein gewahrt und erklärt, dass ich nur manchmal Stimmungsschwankungen hätte, mein Leben prinzipiell schön und unsere Beziehung harmonisch wäre. „Manisch depressiv“ war die erstaunliche Diagnose, welche ich anfangs und ohne genauere Untersuchungen bekommen hatte, und ich war darüber so dankbar, denn so hatte ich zumindest einen Namen für meine Traurigkeit und meine Schwermut. Ich habe mir noch nie viele Gedanken darüber gemacht, was denn die anderen Menschen über mich denken könnten, und so hab ich in den nächsten Tagen einigen davon erzählt. Ich glaube, dass die Kollegen und Kolleginnen meiner letzten Schule noch heute glauben, dass dies der Grund ist, warum ich nicht mehr wiedergekommen bin. So habe ich dann als manisch Depressive versucht, meine Beziehung zu retten, die aber von Anfang an zum „Scheitern“ verurteilt war. Mein Freund war jener Mensch in meinem Leben, der mich aus meinem Ponyhof-Leben all inclusive und zum Großteil auf die Kosten meiner Familie herausgeholt und auf diese Reise geschickt hat. So wird er immer ein ganz wichtiger Teil in meinem Leben bleiben, ich werde ihn auf meine Weise immer achten und lieben und wünsche ihm, dass auch er einmal jenes Leben führt, das er sich von ganzem Herz wünscht und nach dem er sich so sehnt. Vermutlich tut er es, seit dem Zeitpunkt, an dem ich ausgezogen bin.

Genug Herzschmerz. Als meine Versuche, als diagnostiziert geistig Verwirrte scheiterten, noch einmal Freude und Leidenschaft in unsere Beziehung zu bringen- zumal das mit der Leidenschaft nicht wirklich meine Sache war- beschloss ich das Angebot des werten Arztes anzunehmen und sein Gesundheitsgut aufzusuchen. Ohne eine Ahnung zu haben, was mich dort erwarten würde. Nun: Es war- schräg. Es war sehr persönlich, sehr emotional für mich, sehr beruhigend, sehr aufwühlend, sehr lehrreich, sehr deprimierend, sehr intensiv. Ich sah mich mit 35 Jahren tatsächlich in der Situation, dass ich auf einen Spaziergang geführt wurde- nix alleine gehen, wir hatten nach dem Mittagessen die Verpflichtung, mit einer sehr netten Therapeutin gemeinsam spazieren zu gehen. Deshalb schräg. Ich musste malen – mittlerweile mache ich das sehr gerne- ständig über mich sprechen, turnen, ruhen, spazieren und zwar nach einem genauen Zeitplan. Die erste Woche hat mir so gut gefallen, dass ich beschloss, noch eine weitere zu bleiben. Natürlich hatte ich kein Geld dafür. Ich habe noch nie wirklich viel eigenes Geld gehabt, da es mir absolut nichts wert war und ich es, wo ich nur konnte, ausgegeben habe. Ich zehre noch heute von der Kleidung und den Schuhen, die ich mir bis vor 3 Jahren gekauft habe. Dazu kommen wir allerdings später. Ich habe also wieder einmal meinen Papa angerufen und um Hilfe gebeten- wie schon öfters zuvor. Er hat mir das Geld für weitere 2 Wochen gegeben- vermutlich auch in der Meinung, dass es für seine manische Tochter die letzte Hilfe wäre- und ich blieb. Ich blieb so lange, bis ich den Mut gefasst habe, mit allen Konsequenzen auszuziehen. Mit den Tieren, die der eigentliche Grund dafür waren, warum ich überhaupt so lange – wir sprechen hier von 2 Jahren- geblieben bin. Ich hatte keine Ahnung, wo ich mit meinen Tieren hinsollte. Mein alter Stall in der Heimat meiner Familie wurde von ihr knapp drei Monate nach meinem Auszug mit großer Freude in ein schönes Lager umgebaut. Ich konnte also nicht mit den Tieren nach Hause zurück Und wenn ich ehrlich bin: Ich war auch viel zu stolz dafür. Ich hatte das Gefühl, absolut gescheitert zu sein, nichts wirklich in meinem Leben auf die Reihe gebracht zu haben und konnte meine Eltern einfach nicht fragen. Ich glaube, sie sind mir heute noch dankbar, dass ich sie nicht in die Situation gebracht habe, zum eigenen Kind mit 35 Jahren einmal Nein sagen zu müssen. Sei es wie es sei: Ich habe nun also in Woche 3 meiner Therapie mit erstaunlicher Klarheit beschlossen auszuziehen und nicht mehr nach Hause zurückzugehen. Das war aber auch schon das einzige, was mir klar war, allerdings habe ich da zum ersten Mal gespürt, dass es gut werden würde. Ich hatte überhaupt keine Ahnung von Beten, Meditieren, medialen Menschen und mir auch noch keine Gedanken über jene Kraft gemacht, die wir Gott nennen. Vielleicht war es auch noch ein wenig meine frühere Überheblichkeit, die mir weise machen wollte: Wir schaffen das, he- wir haben es immer noch geschafft.

Als ich meinem behandelten Arzt von dieser Entscheidung erzählt habe, bot er mir an, dass ich bei ihm und seiner Frau bis Weihnachten samt all meinen Tieren als Gast leben konnte. Das war der erste Mensch in meinem Leben, den ich bewusst als Engel bezeichnen kann. Und es sollen noch viele weitere folgen. Wenn du das Wort Engel nicht magst, weil du dir darunter ein schönes Mädchen mit langen blonden Haaren und weißen Flügeln vorstellst, dann nenne ihn doch einfach einen wertvollen Wegbegleiter. Eigentlich ist es ganz egal, wie wir ihn nennen, mir geht es vielmehr darum, dich darauf aufmerksam zu machen, dass du, wann auch immer du in der Scheiße sitzt, nicht weiter weißt und wirklich Hilfe brauchst, danach fragen kannst und es wird dir ein Engel, ein Wegbegleiter geschickt werden.

Der wichtigste Wegbegleiter, der in diesen Tagen in mein Leben kam und ohne den ich all die Monate dieser Reise,- nun, mittlerweile sind es über 3 Jahre- nicht hätte gehen können, war und ist meine Hündin Kaya. Ich wollte eigentlich keinen eigenen Hund, schon gar nicht in einer Zeit, wo ich ohne Job, ohne Geld und ohne einen festen Wohnsitz in ein Gästezimmer gezogen bin, aber sie ist mir einfach passiert: Es war dies einer der letzten Tage auf jener ominösen Terrasse, als ich im Internet herum surfte und sie sah: Jessica, eine liebe Hündin, gut erzogen und verträglich, sucht ein Zuhause. Welch Märchen. Lieb, okay, aber sonst…..

Egal. Ich habe diesem Hund in die Augen gesehen und gewusst, dass ich sie holen werde. Ohne darüber nachzudenken, wie unser gemeinsames Leben funktionieren kann und ohne den Arzt darüber zu informieren, dass ich zusätzlich zu den zwei Pferden, dem Pony und den beiden Katzen nun auch noch einen Hund mitnehmen werde, bin ich ins Tierheim gefahren und habe sie geholt, meine Kaya, beste Freundin und treueste Gefährtin. Was ich um 100 Euro bekommen habe, war ein absolut hyperaktiver, leicht geisteskranker Hund, der sich nicht von mir streicheln lies, ständig geschnappt hat und dem ich Lieder vorsingen musste, damit er einmal schlief. Und nach einem halben Jahr hat sie dann begonnen, alle fremden Hunde zu attackieren und ich konnte sie nirgendwohin mehr mitnehmen. Trotzdem ist sie ein großartiger Hund.

Ja und dann habe ich gepackt. An einem Tag alle meine Sachen in Kisten gepackt, die der Pferde auch, das Haus geputzt und dann bin ich wirklich gefahren. Freunde von mir haben mir geholfen, all die Kisten in einen Lagerraum zu schaffen, die Pferdeboxen und Zäune wurden aus der alten Heimat von einer Spedition abgeholt und ich bin mit einem Koffer und zwei Umzugskartons in ein Gästezimmer gesiedelt. Ich habe auch einiges zurückgelassen, über dessen Verlust ich anfangs sehr traurig und betrübt war, allerdings habe ich festgestellt, dass es auch nur Gegenstände sind. Naja und einiges Geld von meinem Papa steckt in dem Häuschen und vor allem in dem Reitplatz, aber hätte ich deshalb bleiben sollen? Ich glaube, es würden meinen Papa auch nicht glücklich machen, wenn ich seine Geschenke zwar nützen bzw. benützen könnte, aber ein zu tiefst trauriger Mensch wäre. Das war das erste Mal in meinem Leben, in dem ich mich dem Wort „Loslassen“ auseinandergesetzt habe. Ich habe es zumindest einmal ausgesprochen, gelebt habe ich es noch länger nicht. Ich werde nie vergessen, wie ich mit dem letzten Pferd vom Hof gefahren bin und mich von meinem Freund verabschiedet habe: Ich kann es nicht sagen, was ich gefühlt habe: Erleichterung, Traurigkeit, Wut, Enttäuschung, Liebe, Hilflosigkeit, Mitgefühl, Scham- ich denke alles. Aber am meisten glaube ich Mitgefühl, und zwar für uns beide, dass es so ausging, wie es ausgegangen ist. Das hätten wir uns zwei Jahre und zwei Monate zuvor, als wir überglücklich den Kaufvertrag für unser zukünftiges Heim unterschrieben haben, wohl niemals erwartet.

Aber es musste so sein, es wäre nicht anders gegangen, wollten wir beide glücklich werden. Und einer musste den ersten Schritt für das Glück von beiden machen.

In den ersten Tagen an meinem neuen Wohnort war ich sehr abgelenkt, musste ich doch einiges Behördliches regeln- unter anderem mich wieder bei meinen Eltern als Wohnsitz melden-, den Stall für die Tiere herrichten und mich an meinem Hund erfreuen. Ich habe einfach die Zeit genossen, nach all dem Druck, den vielen Tränen, der Verzweiflung, der Resignation, der Therapie und dem Ende meiner Beziehung einfach nur einmal sein zu können, ohne über irgendetwas nachdenken zu müssen. Ich hätte auch keine Ahnung gehabt, wo in dem Trümmerhaufen ich mit dem Wiederaufbau beginnen sollte.

 

Was ich dann in den nächsten 3 Jahren lernen durfte und erlebte, ist so umfangreich, dass ich keine Ahnung habe, wie ich es für dich zu Papier bringen soll, allerdings versuche ich es im Vertrauen darauf, dass die Worte an der passenden Stelle erscheinen:

 

(21.5.2019) Na gut, dann erzähl ich dir einfach aus dem herzen aufs Gradewohl hinaus meine Geschichte: Ich bin wie gesagt ein paar Wochen Gast dieses Gesundheitsgutes gewesen, damit ich genug Zeit hatte, zu realisieren, was da in den letzten Monaten tatsächlich passiert war und um mich an meine neue Situation zu gewöhnen, die alles andere als rosig war. Kein Haus, keinen Stall, keinen Mann (na gut, damit konnte ich leben), keinen Job und kein Geld. In meinen Therapiesitzungen wurde mir beigebracht, dass ich diese komplette Totalbaustelle, wie sich mein leben damals anfühlte, nur Stück für Stück lösen könnte und so begann ich mit der finanziellen Komponente und den bescheidenen Möglichkeiten, die sich mir boten: ich suchte um Bildungskarenz an und diese wurde mir unter der Bedingung, eine adäquate Ausbildung zu machen, auch gewährt. Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte und war auch der Ansicht, dass ich außer Latein und ein bisschen Pferde versorgen nicht viel konnte. Wie es der Zufall so will, kam eines Tages ein Nachbar des Gutes auf Besuch, der Ausbildungsleiter einer Mentalakademie war und mich zu seinem Lehrgang einlud. Ob des Mangels an Möglichkeiten und Ideen habe ich dieses Angebot angenommen und mich eingeschrieben. Und mein liebenswerter Papa hat mich wieder dabei unterstützt – es war nämlich nicht gerade preisgünstig. Das war denke ich, neben der Einladung des bereits bekannten Arztes das zweite Mal, dass ich das, was das Leben mir vor die Nase gesetzt hat, einfach angenommen habe und ich begann dann im folgenden neuen Jahr 2016 mit dieser Ausbildung, ohne zu wissen, wohin mich diese führen würde. (www.mentalgestaerktzurmatura.at). Somit war einmal 1 Punkt erledigt, wobei ich keine Ahnung hatte, wie ich mir mit den 900 Euro Karenzgeld mein Leben finanzieren sollte. Ich bin daraufhin zu meinem Bankberater gefahren und habe ihm meine aktuelle Situation erklärt. Und weißt du, was er als erstes gemacht hat? Meine Kreditkarte zerschnitten! Auf die Frage hin, wie ich mir zukünftige Flüge, Pferdezeugs oder Urlaube bezahlen sollte, meinte er ziemlich nüchtern, dass ich in den nächsten Monaten (oder Jahren) nicht wirklich verreisen werden würde. In meiner teilweisen doch vorhandenen Naivität dachte ich mir, dass dies bestimmt bald wieder möglich sein wird- und war nicht allzu beunruhigt. Hätte ich damals gewusst, was da alles auf mich zukommt- ich wäre umgehend in das Auto gesprungen und hätte zu Hause um Gnade gebettelt! Aber zum Glück weiß man zu Beginn einer solchen Reise nie, wie lange diese dauern wird. Und der gute Mann gab mir den dringlichen Rat einen Job zu suchen, um in den nächsten Zeiten nicht zu verhungern. Hmm. Wieder stellte sich die Frage, was ich denn eigentlich konnte, außer Latein unterrichten und ein bisschen Pferde streicheln? Wie es der Zufall so will – merkst du schon, dass es im Leben keine Zufälle, sondern nur das Schicksal gibt?- hat mir Kayas und meine Haus- und Hofapothekerin eine geringfügige Stelle bei ihr in der Apotheke angeboten, die ich dankend angenommen habe, ohne zu wissen, was sich daraus entwickeln würde. (www.totavinaturae.at) So hatte ich für mich und alle Tiere über 1 Jahr lang exakt 97 Euro in der Woche zu leben, was eine überaus spannende Erfahrung war. Im Nachhinein weiß ich überhaupt nicht mehr, wie ich das geschafft habe. Allerdings war damit Punkt 2 auf meiner What do to um aus der Scheiße wieder herauszukommen Liste abgehakt. Punkt 3 betraf meine Wohnsituation, deren aktueller Status quo in Form eines Gästezimmers in einer psychiatrischen Klinik wohl nicht das Optimal darstellte. Kurzerhand wollte ich ja, stur wie ein Schafsbock, in jenes abbruchreife Häuschen mit dem Baum in der Küche und den leicht verstopften Holzöfen ziehen, durch die ich mich vermutlich mit Rauch vergiftet hätte, allerdings meinte es das Leben insofern gut mit mir, indem es mir meinen lieben Bruder und zwei Freunde schickte, die mich für völlig verrückt erklärten (Naja, so weit weg waren sie ja nichtJ), die mich vor dieser riesengroßen Dummheit und schweren Lungenentzündungen bewahrten. Ich danke euch dafür. Das Dilemma war, dass ich im Gut schon quasi abgemeldet und es ausgemacht war, diese Bleibe in jenen Tagen zu verlassen. Ja- und dann hatte ich drei Tage Zeit, mir etwas Neues zu suchen, was insofern ein wenig beschwerlich war, da es sich um den 28.12. handelte. Wer vermietet dir etwas zwischen Weihnachten und Silvester? Aber auch dafür sollte es eine Möglichkeit geben, zuvor musste ich mich noch mit dem Problem herumschlagen, dass ein gekündigter und beleidigter Arbeiter aus dem Ausland meinen Autoschlüssel geklaut hat: Ich saß zwei Tage alleine, ohne Essen, Zigaretten und Auto (das hatte von der Polizei eine Wegfahrspeere angelegt bekommen) fest und glaube mir, da hab ich das erste Mal erkannt, wie stark ich eigentlich bin. Denn das war echt eine Scheiße. Eine liebe Freundin kam dann mit Bier und Zigaretten vorbei und der Gefährte unserer Apothekerin holte mich ab, um mit mir eine Wohnung zu suchen. Wir fuhren nach Kirchberg an der Raab, einen Ort, dessen Namen mir nur von dem Vorbeifahren geläufig war und konnten uns ob seinen Kontakten zwei freie Wohnungen ansehen: In die erste hat Kaya, dieser bezaubernde Hund, einen großen Haufen gemacht und so habe ich mich für Variante zwei entschieden. Ohne Balkon, aber da ich ja nur vorhatte, kurze Zeit dort zu bleiben, nahm ich dieses Angebot dankend an. Am nächsten Tag, es war Silvester, wurde gesiedelt und nach 3 Monaten habe ich dieses kleine Paradies mit einer Katze (die zweite war leider davongelaufen, was mich sehr traurig machte) und einem Hund wieder verlassen. Meine Pferde konnte ich zu einer Bekannten bringen, was insofern spannend war, da ihr Stall fast neben meinem alten Zuhause war und ich jeden Tag daran vorbeifahren musste. Dazu später mehr. Auch mein Ersatzautoschlüssel war mittlerweile eingetroffen und nachdem ich mich von dem Schock erholt hatte, dass jener besagte Mann tatsächlich im Auto saß und den Sitz zurückgefahren hatte, ob der Wegfahrsperre aber kein Glück hatte, starte ich in ein neues Abenteuer. Ich werde dieses Silvester 2016 nie vergessen, als ich mit den beiden Tiere, unzähligen Umzugskartons und Kerzen in einer fast dunklen Wohnung – der Strom wurde erst im neuen Jahr freigeschalten- saß und aus dem Fenster blickte. „Was mache ich eigentlich da?“- „Warum um Himmels Willen bin ich nicht nach Hause gegangen?“ waren wohl die am häufigsten gedachten Gedanken, aber irgendwie freute ich mich auch auf das Unbekannte, was da kommen möchte. Hätte ich damals gewusst, dass ich drei Jahre später noch immer in dieser Wohnung sitzen würde……. Den Rest des Satzes kennst du ja schon. Damit war allerdings zumindest auch meine Wohnsituation geklärt. Es fehlten dann nur noch die Pferde. Wie ich schon erzählt habe, bot mir eine Bekannte aus dem ehemaligen Dorf an, dass ich sie dort kostenlos unterbringen könnte, wenn ich das Heu und deren Versorgung selbst übernehmen würde. So bin ich drei Monate lang jeden Tag 80 Kilometer gefahren, um die Tierchen morgens und abends gut zu versorgen- du kannst dir vorstellen, wie viel Geld meines Wochenbudgets von 97 Euro übriggeblieben ist. Erstaunlicherweise hat es mir, die früher wirklich sehr schön und teils auch im Überfluss gelebt hat, nichts ausgemacht- ich war einfach dankbar, dass ich meine Tiere behalten konnte. Und habe wieder erstaunt festgestellt, wie stark ich eigentlich bin. Der wirkliche Haken an dieser Geschichte war, dass ich täglich zweimal an besagten Ex- Häuschen vorbeifahren musste und auch sehen konnte, dass meine Nachfolgerin schon da war. Das tat dem Stolz nicht gut! Hallo, wir waren gerade drei Monate getrennt und Missis Schetti, wie ich sie nannte, war schon eingezogen UND benutzte meinen Geschirrspüler, den mein Papa mir zum Geburtstag schenkte! Das war echt hart, aber ich habe damals eines gelernt: Das Loslassen. Und zwar nicht das „Ja, ist halt so, und ich kann eh nichts mehr machen, scheiß drauf Loslassen“, sondern das „von ganzem Herzen ehrliche Loslassen.“ Von dem werde ich dir, genauso wie über das Annehmen, noch einiges erzählen. Ich habe nichts anderes gemacht, als drei Monate lang den Ex-Gefährten und seine Prinzessin zu segnen. Zuerst war es ein „Ich segne dich, du Arsc..“ Segnen, aber mit der Zeit habe ich festgestellt, wie es immer ehrlicher und leichter wurde und wie ich es tatsächlich von Herzen gemacht habe. Und dann hat sich für meine Pferde ein neuer Stall nur 5 Minuten von meiner Wohnung entfernt ergeben. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie erleichtert ich war, täglich nicht mehr zwei Stunden im Auto sitzen zu müssen, um zu den Tieren zu kommen. Was war diese erste Erkenntnis meiner Reise?: Erst wenn du eine Situation, nämlich die des trauten Pärchens in „meinem“ Haus, wahrlich annehmen kannst, dann kannst du sie loslassen. Solange du mit negativen Gefühlen wie Neid, Missgunst, Ärger oder gar Hass an eine Person oder eine Situation in deinem Leben denkst, solange wirst du mit dieser bzw. in dieser verhaftet bleiben.

 

Naja, und dann waren wir alle in Kirchberg an der Raab angekommen, kannten keine Menschenseele außer besagte Haus- und Hofapothekerin und ihren Gefährten und haben uns auf dieses Abenteuer, diese Reise eingelassen. Ich habe sie trotz düsterer Vorahnungen angenommen.

 

Blog 22.2. (22.5.2019)

 

So- und was macht man dann, wenn man alles hinter sich gelassen hat und in den Trümmern seines scheinbar gescheiterten Lebens, mit 5 Tieren ohne Geld in einer einem fremden Umgebung und sich in einer bis dato völlig ungewohnten Wohnsituation wiederfindet? Nun: Man hat tatsächlich zwei Möglichkeiten: Entweder man bemitleidet sich selbst oder man nimmt es an. Glaube mir, dieses furchtbare Wort „Annehmen“ war mir anfangs so zuwider, meine Wohnung habe ich als schrecklich empfunden und mein Lieblingswort war nach wie vor „Scheiße“. WARUM tue ich mir diese Scheiße an. Da ich mich allerdings im Bewusstsein meiner geistigen Kräfte befand, als ich mich auf dieses Abenteuer eingelassen habe, wurde mir sehr schnell klar, dass das Annehmen die sinnvollere Alternative ist. So bin ich jeden Tag zwei drei Stunden mit dem verrückten Hund durch die heimischen Wälder spaziert und hatte viel Zeit zum Nachdenken. Wer bin ich eigentlich? Was mach ich eigentlich hier auf dieser Welt? Und was soll ich in Zukunft machen? Diese Zeit mit sich selbst alleine war eine der wertvollsten Erfahrungen für mich, denn nur wir selbst haben die Antworten für unser leben in uns. Es hilft nichts, diese ständig im Außen oder im Rat und der Meinung von Freunden und Bekannten zu suchen, denn es unser ganz eigenes, individuelles Leben, das zu führen nur wir im Stande sind. Zur damaligen Zeit war mir ja das Wort spirituell zutiefst suspekt und auch Techniken wie bewusstes Atmen oder Meditieren war meiner Meinung etwas für jene, die nicht im Leben stehen- sagte ich, die ich grad aus der Klinik kamJ. Trotzdem hatte ich es die Monate zuvor, wie dir Kaya in ihrer Geschichte erzählte, das mit dem Beten und Segnen versucht- ich meine, ich habe keine Ahnung, wie das mit dem Beten funktioniert und ob ich, als nicht praktizierende Christin überhaupt jemanden segnen darf, aber meine erste kindlichen Versuche zeigten ihre Wirkung. Wissbegierig wie ich bin, stellte sich mir damals zum ersten Mal die Frage, ob es da noch mehr gibt. Nach einigen Minuten des Überlegens wurde es mir allerdings zu anstrengend und ich habe lieber auf der Pferdewiese ein Bier getrunken und mich- was anfangs wirklich öfters der Fall war, selbst bedauert…

 

Aber es hat mir keine Ruhe gelassen und so bin ich tagein und tagaus im Stillen des Waldes gesessen und habe gefragt, was für mich wichtig ist. Und eines Tages kam eine Antwort: Ich war zum einen glückseelig, zum anderen jedoch durchwegs skeptisch, ob ich nicht doch irgendwie verrückt bin, wenn ich plötzlich Stimmen höre, aber da ja niemand sonst anwesend war, beschloss ich, diese neue Erfahrung einfach für mich zu behalten. Was ich hörte war „LOSLASSEN“. Merkst du wie mühsam das für mich war? Ich bin gerne reiten gegangen, shoppen, auf Urlaub gefahren und habe mich mit Freunden getroffen, war Tontaubenschießen, segeln und Spritzer trinken, aber loslassen? Das war nicht unbedingt auf der Liste meiner Lieblingsbeschäftigungen und es hat mich anfangs narrisch gemacht. Da ich allerdings ob meiner finanziellen Schieflage nichts von oben genannten Dingen tun konnte, habe ich beschlossen, mich darauf einzulassen und das mit dem Loslassen einmal zu versuchen- danach war ich um 5 Kilo leichter;-) Jeden Morgen habe ich beim Spaziergang nachgefragt, was ich denn loslassen sollte. Und bekam erstaunlich viele Antworten: Angst, Neid, Eifersucht, Ungeduld, Erwartungen, die Abhängigkeit von der Meinung anderer, Bewertungen, Zeit, Traurigkeit u.s.w. Ich war 1 Jahr damit beschäftigt- kein Schmäh. Und das fast jeden Tag. Immer, wenn ich gedacht habe, jetzt bin ich durch, kam wieder etwas Neues daher. Zwischenzeitlich dachte ich mir, was ich denn für ein schlechter Mensch bin, da ich immer davon überzeugt war, zum Beispiel nicht neidisch zu sein- aber dann kam diese Neidenergie daher. Irgendwann einmal- da war es nicht mehr ganz so schräg, dass ich Stimmen höre, bekam ich die Antwort, dass diese Energien nicht nur aus meinem jetzigen Leben, sondern auch aus vielen früheren stammen. Diesem Ausmaß zufolge fühlte es sich für mich an, als ob ich schon tausend Leben zuvor gelebt hätte. 

Was ich da gemacht habe, fragst du? Nun, ich bin im Wald wie ein Schaf im Kreis gegangen und habe immer wieder denselben Satz wiederholt: Ich bin loslassen von xy (z.B.: Angst) in mir in Heilung. Oft drei Stunden lang. Es hat mich dazwischen narrisch gemacht, allerdings habe ich dann gespürt, dass diese Energie tatsächlich weg war- und das war angenehm.

 

Gut so weit, das war meine seelische Entwicklung (wir lassen das Wort spirituell bewusst weg) im Jahr 2016J: Ich habe begonnen, Stimmen zu hören, mich davon überzeugt, dass ich nicht verrückt bin und das Gehörte losgelassen.

 

Dann waren da noch die unzähligen irdischen Angelegenheiten, die relativ chaotisch waren und auch hier hab ich, so gut es eben ging, angefangen Ordnung zu machen: Wie du weißt, hat mich der Zufall in diese Mentaltrainerausbildung geschmissen und ich habe geringfügig in der Apotheke gearbeitet, wo ich als Akademikerin lernte, Riechsalz zu wiegen- eine erstaunliche Erfahrung. Noch viel erstaunlicher war allerdings die Tatsache, wie viele Menschen Medikamente gegen Angstzustände und Panikattacken brauchen UND- wie sehr ich selbst diesen kleinen bunten Dingern verfallen war. Mit 25 Jahren hatte ich aus heiterem Himmel mitten in meinem Ponyhofleben eines Nachts meine erste Panikattacke- und dachte wirklich, dass ich nun in so jungen Jahren sterben werde. Wieviel weniger hätte das Leben jetzt zum Schmunzeln. Ich habe überlebt;-), nachdem ich den Notarzt kontaktierte, der mich in die nächste Klinik fuhr. Die Tatsache, dass die beiden Rettungssanitäter dabei ihre Burger gegessen haben, während ich durch eine Maske atmete, hat mich insofern beruhigt, da ich mir dachte, solange die essen, wird schon nichts Schlimmeres mit mir sein. Diese Attacke dauerte 5 Tage- Und niemand wusste woher sie kam. Die einfache Lösung: Antidepressiva und Beruhigungsmittel. 10 Jahre lang. Jeglicher Versuch meiner selbst, diese Pillen wegzulassen, scheiterte kläglich mit Angstzuständen am Küchenboden. Ich habe wirklich relativ viel nehmen müssen, natürlich Alkohol dazu getrunken, hab gearbeitet, bin geritten- sprich alles normal gemacht, obwohl ich nie wirklich ich selbst war. Aber da die Ärzte es so verordneten, fügte ich mich diesem Schicksal. Bis zu jenem Tag, als ich in der Apotheke stand und mir die bereits bekannte WARUM Frage stellte und beschloss, es auf einen weiteren Selbstversuch ankommen zu lassen. Unsere Haus- und Hofapothekerin war diesem Selbstversuch gegenüber ebenso skeptisch eingestellt, wie jenem des eigenständigen Kräutersammelns meinerseits, allerdings hat sie mich insofern unterstützt, dass sie mir etwas Pflanzliches zur Beruhigung verschrieb. Ich hätte Joints gebraucht…

Nachdem ich die Tabletten von einem Tag auf den anderen abgesetzt habe, dauerte es nicht lange und die erste doofe Panikattacke machte den Anflug- gerade als ich von meinen Pferden mit dem Hund im Auto nach Hause fuhr. Ich weiß nicht, ob du das kennst, ich versuche es dir zu beschreiben: Auf einmal bekommst du weniger Luft, die Brust wird eng und das Herz beginnt zu rasen. Da musst du dein Auto, falls du in einem sitzt, schon abstellen, denn weiterfahren geht nicht mehr. Dann schlafen langsam die Hände und die Beine ein- auch doof, da es nun wirklich an der Zeit ist, die Rettung zu rufen. Ich habe sie dann auch angerufen, allerdings wieder abbestellt, da ich ja den Hund nicht alleine im Auto lassen konnte und wer ihn kennt: Kaya und Krankenhaus, das geht gar nicht. Während dir dann auch noch die Ohren zufallen, hast du die Möglichkeit, einen Freund anzurufen, der dich holt. In meinem Fall unsere liebe Apothekerin. Nicht mehr mit dem Pflanzenspray, sondern etwas ordentlich Chemischem- das war dann aber auch wirklich meine letzte Tablette. Ja- und dann wartest du, atmest und denkst dir, dass du gar nicht sterben kannst. Hätte ich es nicht schon einmal überlebt- ich wäre mir nicht so sicher gewesen. Ist Scheiße, brauchen wir nicht diskutieren, die Frage ist nur, WARUM haben so viele Menschen solche Angstzustände? Ich habe für mich folgendes gelernt: In diesem Jahr 2016 kamen wöchentlich ein bis zwei solcher Attacken daher. Mühsam, das stimmt, allerdings habe ich sie von mal zu mal mehr angenommen (wir hätten da wieder einmal das zweite anstrenge Wort des Lebens) und bin sie ausgesessen. Oft stundenlange alleine, manchmal war auch zufällig jemand dabei (es hilft, wenn du ehrlich bist und sagst, wie es dir geht) und Bier getrunken. Klar, ist nicht die überintelligente Variante, aber es hat mir persönlich geholfen, da durch zu tauchen. Ich hab mich ja auch nicht angesoffen, sondern zwei, drei Bier zu mir genommen, die mir diese Situation leichter gemacht haben. Eines Tages verstand ich dann, dass diese scheinbar so gemeinen Panikattacken mir etwas mitteilen möchten- in jeder war auch immer eine Botschaft für mich, entweder galt es etwas zu verändern oder halt wieder einmal loszulassen. Schaffst du es, diese Botschaft anzunehmen, dann geht auch die Angst auf einmal von selber weg. Als Beispiel möchte ich dir jene Geschichte erzählen, als ich mit meinem Pferd über den Wechsel gefahren bin und ständig in den Rückspiegel blickte. Das hat mich so gestresst, dass ich auf einmal merkte, wie wieder die Luft wegbleibt und alles taub wird. Mit dem dicken Fredi am Anhänger konnte ich mich insofern beruhigen, dass ich einfach fragte: „Was willst du von mir?“ - „Schau nicht zurück, sondern nach vorne.“ In dieser Zeit war ich ja noch der Ansicht, wieder zu meinem Freund zurückzukehren (der Arme wusste zum Glück nichts von dieser Absicht), aber als ich das dann wirklich losgelassen habe und bewusst nur nach vorne schaute, ging die Angst weg. Und irgendwie bin ich samt Pferd auch gut nach Hause gekommen. So wurde dieses kleine Monster zu meiner Freundin und es dauerte nicht mehr allzu lange, da konnte ich es in der Raab versenken und wirklich frei ohne Tabletten leben.

Die Angst war dann also weg, allerdings- wie wir wissen- das Geld auch und ich begann zu überlegen, auf welche Weise ich mir meinen Lebensunterhalt finanzieren könnte. (Das Thema Schule war für mich nie mehr wirklich ein Thema.) Eines Tages ist mein geliebtes altes Pferd gestorben, was sehr traurig war und mich an den Punkt brachte zu hinterfragen, wieviel ich denn in so kurzer Zeit wirklich aushalten kann. Er war 19 Jahre lang mein treuer Begleiter und ich überlegte, wie ich ihm ein langfristiges Andenken schaffen könnte. Überlegen und dich hineinfragen ist nie blöd, denn dann kam die Antwort, ich sollte Lateinbücher für Kinder schreiben. Ich meine- ich liebe diese Sprache, aber kann ich überhaupt ein Buch schreiben, wie soll ich schreiben und was soll ich genau machen. Auch dazu kamen die Antworten: Es gibt in Österreich ein sehr gängiges Schulbuch, zu dem ich für die Kinder, sprich die Unterstufe, Begleitbücher schreiben könnte, in denen nicht ich als Lehrerin (zum Glück für die Kinder;-)), sondern meine Tiere unterrichten. Hund, Katze, Pony und eben die beiden Pferde. Ich hatte wieder zwei Möglichkeiten: Entweder diese Idee als „Schaß-Idee“ verwerfen oder meiner inneren Stimme oder woher sie auch wirklich kam zu vertrauen und diese Idee anzunehmen. Wie du vielleicht vermutest, entschied ich mich für Variante 2 und begann zu schreiben: Medias in latitias wurde geboren. (www.asvanara.at/medias-in-laetitias) 1 Jahr klang schrieb ich jeden Tag an den ersten drei Büchlein, mit so großer Freude und Begeisterung und ohne mir auch nur einen Tag Gedanken darüber zu machen, wer denn eines dieser Skripten kaufen könnte. Ich gründete den AsvaNara Verlag, was in Österreich sehr einfach geht und hab mit unglaublicher Liebe zu dieser Sprache und den Kindern geschrieben- es sind keine echten Bücher geworden, da mir meine finanziellen Mitteln keine Grafikerin ermöglichten, sondern es sind Worddokumente, die ich selbst in stundenlanger Arbeit graphisch gestaltet habe. Bis heute habe ich vielleicht 20 Bücher verkauft mit einem Gewinn von vielleicht 200 Euro. Bin ich deshalb enttäuscht? – Nein. Nein- Es hat mir solche Freude gemacht, ist wirklich gut geworden und ich bin ehrlich stolz auf mich, dass ich es einfach geschrieben habe. Wohin der Weg der Büchlein geht, das kann ich dir nicht sagen, irgendwann kenne ich einmal die Antwort. In der Zwischenzeit habe ich das gemacht, was ich mittlerweile schon recht gut beherrsche: Ich habe es losgelassen.

Projekt 2 dieses glorreichen Jahres 2016 war meine Ausbildung zur Mentaltrainerin, während der ich mir manchmal schon dachte, was ich da überhaupt zu suchen habe. Ich bin keine Mentaltrainerin, das können andere viel viel besser, aber da mich die Bildungskarenz in diesen Kurs geworfen hat, beschloss ich einfach, das Beste daraus zu machen. Wir mussten ja auch eine Diplomarbeit schreiben und mir fehlte noch eine für mich sinnvolle Idee. In diesen Tagen war es auch an der Zeit, es war ca. Mai, dass ich mich in meiner alten Schule melden durfte, um zu verkünden, ob ich im Herbst meine noch reservierte Stelle als Lateinprofessorin wieder aufnehmen würde. Ich denke jeder halbwegs intelligente Mensch hätte das getan. Was macht die Carina? Sie betrinkt sich einen Tag lang mit einem guten Freund (mein Lieblingsschriftsteller hier im Ort), am nächsten Tag säuft sie eine ganze Flasche Bachblüten Notfalltropfen aus, um dann am dritten Tag zu der wahnwitzigen Entscheidung zu kommen, doch lieber ihren eigenen weg mit ihren eigenen Projekten, die ihr bis dato keinen Cent eingebracht hatten bzw. noch gar nicht geboren waren, zu gehen. Am Montag habe ich dann im vollen Besitz meiner geistigen Kräfte, an denen vermutlich der eine oder andere gerade zweifelt, meinen Herrn Direktor angerufen und ihm für den Herbst abgesagt. In diesem Moment, gerade als ich das so sagte, verkündete ich ihm, dass ich nicht mehr als Lateinprofessorin arbeiten, sondern ein Projekt für Maturanten/innen im Maturajahr auf die Beine stellen möchte. So war Mental gestärkt zur Matura geboren. Hätte mein lieber Papa noch Haare- sie wären ob meiner Entscheidung schneeweiß. Aber weißt du, für wen lebst du? Für wen triffst du deine Entscheidungen? Für wen machst du deine Erfahrungen? - Ausschließlich für dich selbst.

In den folgenden Monaten habe ich mich mit der ebenso großen Hingabe und Begeisterung an die Ausarbeitung dieses Projektes gemacht und ob der glücklichen Tatsache, dass ich ja nun bereits einen Verlag habe, mit dem Schreiben eines weiteren Schulbuches begonnen. Dies war dann auch der Abschluss meiner Ausbildung im Sommer. Meine liebe Grafikerfreundin, ohne die ich mir keines meiner Projekte hätte leisten können und die stundenlang umsonst mit mir an meinen Ideen arbeitete, half mir bei der Gestaltung der ersten (und bis jetzt auch einzigen) Flyer und der Homepage und fragte mich erstaunt, warum ich denn meinen Namen + Team darauf geschrieben hätte. Ich hatte nicht wirklich eine Idee, wie ich zu dieser Idee kam, spürte allerdings, dass man ein solches Projekt nicht alleine, sondern nur im Team in unser Schulsystem bringen kann. Auch dafür arbeitete ich 1 Jahr lang mit Freude und Begeisterung und habe den weiteren Weg dieses Projektes ebenso losgelassen, wie ich es bei meinen Lateinbüchern tat.

Jetzt fehlt für 2016 nur noch die Geschichte mit der Apotheke: Dort habe ich nicht nur mein Talent im Riechsalzfüllen entdeckt und meine persönliche Tablettengeschickte gelöst, sondern erstaunt festgestellt, wie viele Kräuter es tatsächlich gibt. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich vom Gänseblümchen, der Brennnessel, der Schafgarbe und dem Löwenzahn und vielleicht noch von ein paar anderen, aber ich hatte keine Ahnung, was die machen. Meine Mama gab mir ja damals den Ratschlag, mir – weil ich sehr viel im Kopf unterwegs bin, sprich nachdenke- etwas Bodenständiges zu machen. Aus Angst, sie könnte Yoga oder etwas in der Art meinen, richtete ich noch während unseres Telefonats den Blick auf den Boden und sah ein Gänseblümchen. Und dann meinen Hund und meine Pferde, wobei sich in mir die Frage auftat, ob die das fressen dürfen. In den folgenden Wochen verbrachte ich jeden Tag Zeit damit, etwas über Kräuter zu lernen und diese auch für meine Tiere zu sammeln und zu trocknen. Nachdem ich eines Tages mit einer ordentlichen Allergie beim Arzt gelandet bin (allergischer Schock auf Korbblütler), machte mir unsere Haus- und Hofapothekerin den Vorschlag (es war eher die Bitte, um mich nicht doch einmal zu vergiften), mich bei ihr in der Apotheke weiter mit den um einiges harmloseren, da ordentlich beschriftet, getrockneten Kräutern zu befassen. Ich war begeistert und begann zu lesen und zu lesen und zu mischen. Für meine Tiere entstanden so die ersten Kräutermischungen und bald verspürte ich den Drang, vernahm ich die Idee (;-)), diese Mischungen auch für andere Tiere anzubieten. So entstand eine kleine apothekeneigene Kräuterlinie für Hunde und Pferde und ich muss heute noch schmunzeln, wenn ich an die ersten, scheußlichen Etiketten denke. Aber das macht ja nichts- wenn man etwas mit Freude tut ist es meiner Meinung nach viel schöner, als wenn man es gleich perfekt machen möchte. Und was bitte ist schon perfekt? Hast du schon einmal einen perfekten Baum gesehen? Für diese neu kreierte Linie musste auch ein Name her und da ich mich an das Hinhören mittlerweile schon recht gut gewohnt hatte, setzte ich mich in die Natur und fragte, wie denn dieses Projekt heißen könnte: Tota vi naturae- mit ganzer Kraft der Natur. Wurde angenommen.;-) So: Dann überlegte ich, dass es eigentlich schade wäre, so eine Linie nur in einer Apotheke anzubieten und es entstand in meinem Kopf der Plan, eine Firma zu gründen. Zum Entsetzen meines Papas, der meine (nicht vorhandenen) wirtschaftlichen Fähigkeiten nur zu gut kannte- ich wusste wirklich nicht, wofür man eine Mehrwertsteuer braucht) und auch zum Kopfschütteln meines Umfeldes, denn wie sollte man OHNE Geld eine Firma gründen. Naja. Das stimmt. Aber ich habe so viel ohne Geld gemacht, da würde es auch für diese Idee eine Möglichkeit geben. Meine liebe Apothekerin wollte mit mir diese Firma machen, aber mein Ego wollte diese Idee nicht teilen. Es hat da einiger Loslassen- Spaziergänge bedurft, um diese Macho-Ego-Energie zu bereinigen. Etwas gemeinsam machen und teilen waren die Botschaften, die ich damals für mich mitnehmen konnte. Okay- wir haben also beschlossen, Tota vi naturae gemeinsam zu starten. Meine neue Geschäftspartnerin streckte 1000 Euro vor (unser ganzes einziges Startkapital) und ich investierte meine Zeit und Kreativität. So jede das, was sie hatteJ. Es folgte ein weiteres Jahr (die Zeiten der drei Projekte sind etwas versetzt) freudvolles Arbeiten mit Begeisterung an einer Sache, an die ich einfach glaubte, an einer Idee, die ich hörte und angenommen habe, an einem Traum von mir, den ich umsetzen wollte. Du kannst dir schon vorstellen, wie viel ich in diesem Jahr verdient habe: Genau. Gar nichts. Aber es war okay für mich und mittlerweile hatte ich mich bereits an das 100 Euro Wochenbudget gewöhnt. Ich hatte genug zu tun, die Tiere und die Natur, ab und an ein Bier und das hat mir damals gereicht. Ich war weder einsam noch traurig, sondern hab einfach versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Zumal ich damals die erste, leise Vermutung hatte, dass ich diesen Weg nicht für mich alleine gehe. (…….)

Blog 22.3. (24.5.2019)

 

Nun- ganz ehrlich war der letzte Absatz nicht- ich habe mich nicht wirklich daran gewöhnt, plötzlich überhaupt kein Geld zu haben und wirklich arm sein zu sein, aber ich habe es angenommen, da ich unbewusst dachte, dass ich es vermutlich verdient und irgendetwas Schlimmes in meinem Leben gemacht habe. Irgendetwas falsches getan habe, vielleicht nicht fleißig, freundlich, intelligent, liebevoll, höflich, respektvoll oder sonst etwas war, dass ich jetzt dafür „bestraft“ werde. Das Wissen, dass niemand uns für irgendetwas bestraft außer wir selbst und dass es keine Schuld, sondern nur Erfahrungen gibt, an denen wir wachsen können, bin ich ebenso wenig gekommen, wie auf den Gedanken, dass sich meine verrückte Seele dieses leben tatsächlich genauso ausgesucht haben könnte.

So habe ich jeden Tag versucht, ein besserer Mensch zu werden und das war von allem der größte Schwachsinn, denn ich bin 42 Monate wie ein Zirkuspony im Kreis gegangen, um letzten Sonntag erstaunt festzustellen, dass ich so wie ich bin gut bin und auch immer war. Gratuliere. Wenn du einmal denkst, dass du nicht gut genug bist und es nicht besser verdient hättest- bitte ruf mich an;-) ich werde dich vom Gegenteil überzeugen und dir erklären, dass du Fehler machen musst, damit du dich in diesem Leben weiterentwickeln kannst. Allerdings bist du immer so wie du bist gut und gut genug- und Gottes Kind. Erspar dir also bitte einen 42 Monate dauernden Spaziergang! Und auch wenn du medial bist- bitte höre nicht von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen und Trinken an und begib dich bitte nicht täglich meditierend auf die Yogamatte- Du kannst auch so wie du bist ein großartiges Medium sein. Ich hätte mir wirklich einiges erspart, wenn ich mich einfach gern gehabt hätte…

 

Na Gut. Kennst du eigentlich richtig arme Leute in deinem Umfeld? Ich meine solche, die wirklich ganz wenig zum Leben haben und jeden Monat jeden Cent umdrehen müssen? Ich kannte sie aus meiner heilen Ponyhof Welt nicht und so möchte ich ein Erlebnis mit dir teilen, das mich am meisten berührt hat: In meinem Nachbarhaus wohnte eine knapp 50 - jährige Dame mit einem kleinen Hund und einer Katze. Sie hat nicht viel Gutes in ihrem Leben erlebt und sich, soweit ich mich erinnern kann, von einem ehemaligen Geliebten hier versteckt. Sie hat bestimmt auch nichts Schlechtes oder Falsches in ihrem Leben gemacht, es ist ihr manches wohl einfach wiederfahren und so landete sie mit ihren beiden Tieren in meiner Nachbarschaft. Ihr Wochenbudget war so gering wie meines, nur sie musste immer so leben und ich wusste unbewusst, dass ich eines Tages wieder weiter ziehen werde. Es war ihr nicht einmal möglich, Medikamente für sich und ihre Tiere zu kaufen, was mich sehr traurig gemacht hat. Bitte verstehe mich nicht falsch- ich hatte wirklich keine Ahnung, dass manche Menschen in unserem Land so leben müssen. Helfen wollte ich schon mein ganzes Leben lang, aber ich wusste nicht wie, da ich ja selbst kaum etwas hatte. So habe ich sie dazu motiviert, Glückwunschkarten zu malen- das tat sie gerne- und ich habe sie für sie verkauft. Nicht um viel Geld, aber um ein bisschen, und die restlichen habe ich ihr dann einfach abgekauft. Das Schöne daran war nicht das Geld, sondern das Strahlen in den Augen dieser Frau, die Freude, dass jemand an sie glaubt und sie motiviert etwas, was sie gut kann, umzusetzen. Ich denke, dass ich damals unbewusst die Entscheidung getroffen habe, später einmal Menschen zu erheben und sie zu ermutigen, an sich selbst zu glauben. Denn jeder von uns hat ganz besondere Fähigkeiten, denen er sich selbst oft nicht bewusst ist. 1 Jahr später ist diese Frau an ihrer Einsamkeit gestorben.

Fast jeder hat in diesem Haus, in dem ich wohne, eine solche oder ähnliche Geschichte und diese Menschen haben mich gelehrt, bei jeder Begegnung zweimal hin und ins Herzen zusehen. Weniger auf das Äußere zu achten.

Ansonsten habe ich aus diesem Jahr 2016 nicht viel Spannendes zu berichten, Peinlichkeiten, wie ich beim Hofer an der Kasse stand und ob des immer noch nicht voll verankerten Wochenbudgets meinen ganzen Einkauf stehen lassen musste erspare ich dir, um nicht Eindruck zu erwecken, dass ich diese Zeilen schreibe, um dein Mitgefühl zu erwecken. Der Humor sollte uns nicht abhandenkommen.

Ein wichtiges Thema- das eigentliche Kernthema dieser Geschichte- fehlt uns allerdings noch und das ist DIESER HUND. Dieser Hund- was weiß ich, warum man mir den ins Leben geschickt hat;-)

Diese kleine zauberhafte Kaya, die mich immer wieder an mir selbst scheitern lies, die ich über alles liebe und ohne die ich diese Reise niemals durchgestanden hätte: Als ich sie aus dem Tierheim holte, war mir ziemlich schnell klar, dass das nicht die sprichwörtliche „gmahte Wiesn“ ist, sondern eine kleine Herausforderung- dem tatsächlichen Ausmaß war ich mir allerdings keineswegs bewusst. Sie war wie ein ADHS Hund, lies sich weder angreifen noch streicheln und hat ständig geschnappt. Schlafen konnte sie null, in der Nacht ist sie schreiend aufgewacht und ich war total überfordert, wie ich ihr helfen konnte. So habe ich Lieder für sie gesungen. Mehr ist mir nicht eingefallen und ich hatte auch nicht die Möglichkeit, mir einen Hundetrainer zu leisten. Zusätzlich hat sie alles Fressbare gestohlen und sich mit dem Essen versteckt, um es für später aufzubehalten. Da wurde mir klar, dass dieses kleine Wesen nichts Gutes auf Rumäniens Straßen erlebt hat und die Seele wirklich verletzt ist.

Jede Leine hat sie durchgebissen und war einfach immer narrisch. WAS soll man da machen? Ich habe sie einfach so angenommen und liebgehabt und mich jeden Tag bemüht, ihr diese Welt zu zeigen. Vermutlich war ich deshalb dann so enttäuscht, als sie begonnen hat, abzuhauen, um andere Hunde zu attackieren. Das Vertrauen in sie war damit fort. Und unser „guter Ruf“ dahin. So bin ich viel alleine mit ihr durch die Wälder spaziert und hab sie einfach Hund sein lassen und mein Ego, meinen Wunsch, mit diesem Hund samt schönen Halstuch auf ein Reitturnier oder sonst wo hinzugehen, ad acta gelegt. Diese kleine große Maus lehrte mich, viel deutlicher als meine Pferde es taten, ein Lebewesen so anzunehmen, wie es ist und ihm nicht meinen Willen aufzudrängen. Dass es egal ist, wie andere Menschen mit ihren Hunden tun und was die alles so können, nichts von dem was sie ob ihrer Vergangenheit so aufführt persönlich zu nehmen, mich nicht ständig als absolut unfähig zu sehen, sondern sie einfach sein lassen. Und damit habe ich uns so viel Druck genommen. Ich schreib dir das jetzt, denn wenn du ein Tier oder einen Mitmenschen hast, der halt nicht so will wie du und den du ständig umwandeln möchtest- das geht nicht. Zumindest nicht mit Druck oder gar Gewalt. Und wir sollten uns auch überlegen, warum wir jemanden verändern wollen? Können wir ihn nicht mit all seinen Stärken einfach annehmen? Und seine Schwächen akzeptieren? Ich glaube, dann hätten wir alle mehr Freude im Leben. Habe ich Kaya jetzt einfach aufgegeben? Nein. Ich habe nur den Wunsch, aus ihr, wie ich anfangs geschrieben habe, eine Therapiehündin zu machen, losgelassen. Ich glaube mittlerweile, dass man ein anderes Wesen bis zu einem bestimmten Grad bei seiner Entwicklung unterstützen kann, allerdings helfen all die Bemühungen nicht, wenn es der andere nicht annehmen kann. Und Kaya kann vieles einfach noch nicht annehmen.

Ich dachte immer, dass ich diese Geschichte erst dann fertig schreiben kann, wenn die Maus ein „ordentlicher“ Hund ist, da ich es ansonsten ja nicht „geschafft“ hätte und kein Mensch auch nur annähernd Interesse haben könnte, diese Zeilen zu lesen. Mittlerweile denke ich, dass das ein Irrtum war und ich weiß jetzt, dass ich einen wundervollen Hund habe, der so wie er ist gut und genug ist. Mit dem ich es liebe zu laufen, mit dem Pferd auszureiten, am Wasser zu sitzen oder im Wald, der mich seit fast 4 Jahren täglich begleitet, der mich tröstet, wenn ich traurig bin und der immer da war, wenn ich nicht weiterwusste. Der mich jeden Tag ermunterte, aufzustehen, wenn ich auch manchmal keinen Sinn dahinter sah und der mir so unglaublich viel Liebe schenkt. Ja, Kaya ist ein Therapiehund- meinerJ. Und der Grund, warum ich mit unserer Haus- und Hofapothekerin eine kleine Kräuterfirma für Tiere gegründet habe.

Ich erzähle dir das jetzt, da ich so viele Menschen kenne und auch Tiere in meiner Arbeit kennen gelernt habe, die unglücklich sind, weil Mensch von Tier oft etwas möchte, was Tier nicht erfüllen kann. Hast du einen Hund, der nicht so ist, wie die anderen „ordentlichen“, dann habe ihn trotzdem unendlich lieb und such dir mit ihm euren ganz eigenen Weg. Schau einfach, was euch beiden Freude macht, womit es dir gut geht und was ihr gemeinsam genießen könnt. Ach wenn er seine Fehler hat, ich bin davon überzeugt, dass du einen ebenso großartigen Hund hast wie ich. Ich selbst brauchte 6 Hundetrainer, von denen mir einer erklärte, dass es besser wäre, dieses Tier einzuschläfern und der andere, dass ich mir um seine Hundestunden lieber Schuhe kaufen sollten, bis ich beschlossen habe, unseren ganz eigenen Weg zu gehen und uns sämtlichen Druck zu nehmen. Und weißt du, was das Schöne an der Sache ist? Wir genießen nicht nur viel mehr, wir gehen freiwillig zu einer lieben Freundin in die Hundeschule und sind mittlerweile soweit, von 10 Metern Entfernung anderen Hunden ohne völlig panisch auszurasten zuzuschauen. Mit viel Lob und Streichwurst. Wie weit Kaya es schafft, sich vielen fremden Hunden zu nähern und wann sie soweit ist, das kann ich dir jetzt noch nicht sagen.

Und was mir noch wichtig ist: jeder dieser Trainer hat mit bestem Wissen und Gewissen sein Bestes gegeben. Und ich konnte von jedem auch etwas mitnehmen, wofür ich dankbar bin. Es gibt viele gute Tiermenschen da draußen und von vielen können wir etwas lernen. Auch wenn wir nicht alles für uns selbst anwenden können. Mille grazie a tutti. J

Silvester 2017 verbrachte ich wieder mit den Tieren in meiner Wohnung- diesmal bereits mit Licht- was sehr angenehm war und war gespannt, was das Jahr 2017 denn Schönes für mich bringen würde. Ich hatte so das Gefühl, dass ich bald so weit wäre weiter zu ziehen und das gab mir neue Energie. Hätte ich gewusst, dass noch 2 weitere Silvester in selbiger Umgebung folgen würden, ich hätte… du kennst es schonJ. Zum Glück hatte ich keine Ahnung.

Ein paar Wochen zuvor hat mit eine Freundin meiner Mama gesagt, dass ich ebenso wie diese mediale Fähigkeiten und noch dazu mit drei 9ern Meisterzahlen hätte. Ich fand, dass das ziemlich gut klingt, konnte das Meisterhafte in meinem Leben allerdings nicht erkennen. Das musste wohl so sein, denn hätte sie mir es Jahre zuvor erzählt, ich hätte damit nichts angefangen, sondern lediglich mein Ego damit aufpoliert. Jetzt, in der Rue de la kack, konnte ich es ziemlich neutral annehmen. Über mediale Menschen, ich kannte genau zwei, wusste ich folgende drei Dinge: A) Es ist eine anstrengende Angelegenheit. B) Man hat eine große Verantwortung und C) Man kann Dinge sehen oder hören, die andere nicht können und hat eine Verbindung zur sogenannten „geistigen“ Welt. Nun gut. Anstrengung hatte ich schon genug, Verantwortung klingt zusätzlich anstrengend und Dinge sehen oder hören, die andere nicht können, wäre vielleicht mit dem Rauchen von Gras ebenfalls möglich- und das mit der geistigen Welt, ich dachte da ja tatsächlich an unsere Kirche ist auch nicht meines.

Also abgelehnt. Nicht meine Sache. Ergebnis: Panikattacken. Fazit: Scheiße.

Ich wollte kein Medium sein und konnte dem nichts Positives abgewinnen. Das funktionierte allerdings nicht so, wie ich es mir gewünscht habe, denn je mehr ich es ablehnte, umso häufiger kam meine liebe Freundin in Form dieser unangenehmen Beeinträchtigungen meines Wohlbefindens. Ja, was macht man dann? Richtig: Man nehme an;-). Und darf dabei nie den Humor verlieren. Eines Morgens habe ich also beschlossen, ein Medium sein zu wollen. Hätte ich gewusst auf was ich mich da einlasse, ich wäre….. Eh schon wissen. Erste Lektion: Ich bin voller Karmaenergien. Voller was? Karmaenergien, das sind Energien, die wir aus alten mitnehmen und die unser Sein hier beeinträchtigen. Hast du einmal (und vermutlich hast du- wie wir alle) in deinem früheren Leben betrogen, so begleitet dich diese Energie der Schuld auch noch in diesem Leben, ohne, dass du es bewusst wahrnimmst. Diese Energie ist einfach da und du wirst dich durch dieses unbewusste Gefühl der Schuld nicht frei bewegen können- da helfen auch keine 10 Einheiten Mentaltraining. Es gibt eine sehr starke Transformationszahl und auch Möglichkeiten mit der violetten Flamme von St. Germain deine Energien zu transformieren. Nachdem ich ein Jahr lang alte Seelenerinnerungen losgelassen habe, folgte nun ein ganzes Jahr lang das Transformieren dieser Energien. Ich habe gedacht, ich wird narrisch. Immer, wenn eine gelöst war und ich dachte, ich sei durch, kam das nächste. Tag ein, tag aus. Stundenlang bin ich gelegen, habe geschwitzt wie nach einer Bergtour und hatte das Gefühl, ich sei schon seit tausenden von Jahre hier auf dieser Erde- bei all` dem Müll, der sich da angesammelt hat. (So unrecht hatte ich gar nicht). Wenn es mir zu viel war, bin ich ein Bier trinken gegangen.

In dieser Zeit kam dann auch die Eingebung, diese Geschichte für dich zu schreiben. Wie bei all den anderen Projekten machte ich mir nicht viele Gedanken über das „Wozu?“, sondern habe es einfach angenommen und in Kayas Namen zum Schreiben begonnen. Es machte mir unglaublich Freude, denn ich dachte daran, dass ich vielleicht einmal jemandem, der den Karren ähnlich wie ich in der Kacke versenkt hat, behilflich sein kann, diesen da wieder rauszuziehen. Und Schreiben macht mir so und so Freude. Hätte ich das Geld dafür- ich würde Bücher schreiben. So reichte es für diese kurze Geschichte und schon bald hatte ich das Gefühl, dass ich nicht alles alleine schreibe. Dass mir jemand hilft. Ich habe dann vorsichtig nachgefragt, wer das sein könnte, als Antwort kam: Jesus Christus. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich reagiert habe, ich denke, es war kein schreiendes Davonlaufen, sondern ich sah mich darin bestätigt, dass ich vermutlich wirklich verrückt bin. Denn wie kann man Jesus hören? Ich gehe ja nicht einmal in die Kirche. Und warum sollte Jesus mir, die da am Boden auf der Wiese sitzt, helfen, eine Geschichte zu schreiben? Das kann ja nicht sein, oder? Also habe ich diesen Gedanken wieder verschoben, aber er kam immer wieder und ich durfte hinhören. So habe ich es angenommen, dass Jesus Christus mein geistiger Führer (der erste) ist und mich mit ihm unterhalten. Ich meine, ich war in einer psychiatrischen Klinik- tut das noch etwas zur Sache, wenn ich ein Bier trinke und mit Jesus spreche? Wohl kaum. Er war es übrigens auch, der mir lernte, dass sich mediale Menschen nicht von heute auf morgen entscheiden müssen, keinen Alkohol mehr zu trinken und beides möglich ist. Mit Achtsamkeit. Seine Worte: „Glaubst du, wir haben nie etwas getrunken, mein Liebes?“. Ja. Das war mein erstes Channeling. Das bin ich. Ich unterhalte mich mit der geistigen Welt über Männer und Alkohol. Habe ich irgendjemand davon erzählt? Nein. Meine Mama, deren Geistesführer Franziskus ist, hat mich angehalten, nichts über solche Dinge in der Öffentlichkeit zu sagen, da man dann als verrückt und weltfremd abgestempelt werden könnte.

Also habe ich es für mich behalten, sehr sehr lange und habe gelernt. Energien lösen, hinhören, schreiben, Erfahrungen machen, umsetzen. Ich bin in den medialen Kindergarten gegangen.

Gut, und dann wäre noch die Sache mit dem irdischen Arbeiten. Ich meine, hätte ich mit der Arbeit auf seelischer Ebene Geld verdient, ich hätte genug zum Leben gehabt, aber das geht ja so nicht und deshalb durfte ich in meiner Freizeit (das war wirklich so), meine Projekte vorantreiben: An den zwei neuen Lateinbüchlein habe ich einfach weitergeschrieben, dachte mir stundenlang Übungen und Merksätze aus, hab Übungen kreiert und war einfach zufrieden damit, dass ich mich mit dieser Sprache beschäftigen darf. Wenn jemand meinte, dass ich doch auch einmal was tun sollte, womit ich wirklich Geld verdienen könnte, antwortete ich immer: Das kommt schon. Ich glaube wirklich daran, dass keine Energie verloren geht und alles zu seiner Zeit kommt- und auch daran, was ich mache. Immer noch, obwohl ich noch immer das bin, was meine Steuerberaterin ziemlich nüchtern als „steuerliches Nirvana“ bezeichnet.:-) Ich kann die Dinge nur nicht beschleunigen.

Unsere kleine Kräuterfirma ging im April dieses Jahres online und ich freute mich wie ein Kleinkind, als die erste Bestellung von 25 Euro in unserem Shop eingetrudelt ist. Das ist wenig, ich weiß, aber wenn du ein Jahr lang an etwas arbeiten darfst und etwas schaffst, dann ist dieser Betrag ein vermögen wert. Ende des Jahres konnten wir uns die ersten 50 Euro auszahlen;-)

Aber zum Glück war da noch mein Maturaprojekt und es gibt folgende Geschichte zu erzählen. Auch in diesem Mai musste ich mich wieder in meiner Schule melden und die Frage beantworten, ob ich im Herbst zurückkäme. Volle Lehrverpflichtung Latein- sicherer Job- gutes Gehalt. Mit meinem Papa traute ich mich gar nicht zu telefonieren, denn der war- zu guter Recht- mittlerweile vollends davon überzeugt, dass all` seine Erziehungsmethoden gescheitert wären und ich wahrlich nicht von ihm abstammen könnte. 2 Wochen habe ich mir zeit gelassen, um dieses Gespräch hinter mich zu bringen und wie bereits im Vorjahr wechselten Phasen des Biertrinkens mit jenen der Notfalltropfen ab. Dann hab ich einfach mich gefragt. Glaubst du an dich? Ja. Okay. Dann gehen wir weiter. So einfach war das. Und jegliche finanzielle Unterstützung seitens des geliebten Vaters wurde (zu Recht) untersagt.

Am Tag nach diesem Telefonat passierte etwas Erstaunliches: Es meldeten sich die ersten Trainer/innen für dieses Projekt- und zwar 35! Es war wie Magie und ich unendlich glücklich, dass sich die letzten eineinhalb Jahre doch gelohnt haben und ich endlich nach all` den unzähligen Arbeitsstunden nun auch etwas entern darf. Ich war so motiviert, habe telefoniert, organisiert, bin gefahren- bis nach Tirol und habe stunden- tage- monatelang mit dem Aufbau dieses ersten Teams begonnen. Und es hat mir solche Freude gemacht. Meine Maturanten/innen hatten in ihrem letzten Maturajahr so viel stress gehabt, die hatten oft so Angst vor den Prüfungen, haben die Nerven geschmissen, zu viel getrunken, zu wenig gegessen und oft so hilflos, dass ich nun so erfreut darüber war, mit diesem Team gemeinsam zurück in die Schule zu gehen. Und auch die Frage, was sie nach ihrer Matura denn machen sollten, könnten wir ihnen mit Hilfe unserer Workshops zu beantworten helfen. Aber der Weg war nicht frei. Die Zeit anscheinend nicht reif, denn die Schulen blieben verschlossen. Und ich fühlte mich so hilflos, hab Zeitungen kontaktiert, mit zig Schulen telefoniert, unendlich viele Mails geschrieben (seitdem hasse ich es Mails zu schreiben), Newsletter verfasst etc. – aber die Schulen blieben dennoch skeptisch. Es gab zwar kleiner Erfolgserlebnisse, kleine Workshops an Schulen, manchmal verkaufte ich ein Buch, aber das war es nicht, wohin ich wollte. Ich möchte, dass dieses Projekt in ganz Österreich an allen schulen für die Jugendlichen angeboten wird, da ich es für so wertvoll für die jungen Menschen halte. Also habe ich stur wie ein Esel und immer noch mit Begeisterung weitergemacht. Auch das Team motiviert, das immer auf meinen Erfolg gewartet hat, darauf, dass ich alleine den weg finden würde und so ist der Druck immer größer geworden. Ich hatte mittlerweile ca. 20 Trainer im Team und den Weg noch immer nicht gefunden. Und ich habe ihn auch nicht gesehen. Und hatte keine Idee mehr. Gar keine. Und dann auch keine Freude mehr. Da habe ich gemerkt, dass du auch etwas, was du mit voller Überzeugung und all deiner Liebe und Begeisterung über 2 Jahre hinweg gemacht hast, manchmal einfach loslassen musst, damit sich ein neuer Weg zeigen kann.

Blog 22.4 (3.6.2019)

 

Eine der spannendsten, persönlichen Begegnungen dieses Jahres 2017 muss ich dir noch erzählen: Ich habe meine Zwillingsflamme getroffen, meinen Seelenzwilling. Ich dachte, das Leben verarscht michJ. Falls du dich jetzt fragst, was eine Zwillingsseele ist: Nun, unsere Urseele teilt sich vor der ersten Inkarnation in zwei Hälften, eine männliche und eine weibliche. Manchmal inkarniert man gemeinsam, manchmal sind beide da, ohne sich zu treffen und manchmal, ganz manchmal trifft man sich. Als ich ihn das erste Mal gesehen habe, war mir schon bewusst, dass wir irgendeine Art von Verbindung haben, dass da etwas Vertrautes da ist, aber um ehrlich zu sein, hatte ich mir meinen Zwilling ganz anders vorgestellt: Das Leben präsentierte mir einen Mann, der zwanzig Jahre älter ist als ich, bei dem sich alles um die Vermehrung seiner materiellen Güter dreht, der absolut keine Lust hat, für irgendetwas eine Verantwortung zu übernehmen außer sich selbst, der mehr Wein trinken kann, als jeder durchschnittliche Erdenbürger Wasser und der manchmal eine Laune hat, dass man, wenn man ihn nur ansieht, am liebsten sofort Reißaus nehmen möchte. Und dessen frauenfeindliche Witze überhaupt nicht komisch sind (Entschuldige bitte, falls du das liest- aber da du außer den Immobilienanzeigen auch nichts lesen magst, ist das allzu keine große Sorge meinerseits. J)

Sprich:  Das Leben hat mit tatsächlich das in jeder Hinsicht absolute Gegenstück von mir selbst geschickt und es mir alles Ernstes als meinen Zwilling präsentiert. „Vielen Dank- kann bei mir nicht irgendetwas einmal einfach „einfach sein?“,“ dachte ich mir und habe es, wie schon so vieles zuvor einfach angenommen. Und dann ging das Abenteuer los: Wie die Motte vom Licht fühlte ich mich von diesem Wesen angezogen, wie ein verliebtes Mondkalb habe ich ihn stundenlang angelächelt (und kam mir schon so bescheuert vor), ebenso oft haben wir gestritten und ich mir geschworen, NIE mehr auch nur ein Wörtchen mit dieser Person zu wechseln und TROTZDEM: Das kleine Mäuschen ist immer wieder in die Falle gegangen. Wir hatten keine sexuelle Beziehung, eigentlich überhaupt nichts was man Beziehung nennen kann, da der Zwilling Frauen prinzipiell keine besondere Aufmerksamkeit schenkt und in regelmäßigen Abständen gut hörbar für seine Umgebung versichert, dass er „keine Frau braucht“ und mit Frauen befreundet zu sein, war für ihn auch ein Ding der Unmöglichkeit. Und TROTZDEM: Auch er kam wie eine kleine Motte immer wieder in mein Licht. Wir hatten also eine Bekanntschaft unter Insekten. 

Was denkst du, hat mir das Leben damit zeigen wollen? Nun, sehen wir einmal davon ab, dass es mich in einem Anflug von Humor tatsächlich einfach verarschen möchte und nehmen wir an, dass ich auch hierbei etwas lernen konnte: Es ist die Polarität von allem was ist, die ich auf einem Silbertablett- nun, in unserem Fall ist eher alles golden- präsentiert bekommen habe: Alles im Leben hat ein Gegenstück. Alles im Leben braucht ein Gegenstück. Ich möchte versuchen, es dir in einfachen Worten zu beschreiben: Nehmen wir einmal an, dass du dich in deinem Leben bewusst für die Liebe entschieden hast. Nun- du kannst dich nur dann für die Liebe entscheiden, wenn du auch weißt, was das Gegenstück zu ihr ist, nämlich der Hass. Würde es keinen Hass auf dieser Welt geben, könnten wir uns nicht bewusst für die Liebe entscheiden. Oder betrachten wir es hinsichtlich des hellen, lieblichen Tageslichtes: Wir könnten uns nicht jeden Tag aufs Neue wieder auf das wunderbare Leuchten der Sonne freuen, wenn wir nicht ihr Gegenstück als kühle Dunkelheit kennen würden. Es bedarf also in unserem Leben immer dieser Polarität und es darf beides sein. Das war einmal meine erste Erkenntnis, die ich in der Begegnung mit diesem Mann nebst jener, dass man auf einer Gogostange auf verkehrt – also mit dem Kopf nach unten- und in roten Converse gut tanzen kann, gewonnen habe.

Dann kann natürlich wieder das liebe Ego ins Spiel um mir zu versichern, dass ich- da ich mich ja bewusst für Tiere, meine Mitmenschen, Kinder und Sonstiges ;-) in Liebe einsetze- ja prinzipiell ein guter Mensch sein muss und das Gegenteil von mir prinzipiell böse ist. Kurzfristig war das Balsam für mein Seelchen, aber natürlich ein absoluter Blödsinn. Denn dieser Mann hat ein Herz aus Gold und ist unglaublich liebenswert, wenn man sich die Mühe macht, ihn genauer kennen zu lernen. Er ist butterweich ;-). Das war natürlich ein kleines Drama und so hat sich die liebe Carina zwischenzeitlich tatsächlich gedacht, dass es dann so sein müsste, dass sie selbst vielleicht das dunkle und schlechte und eben der Zwilling das helle und gute verkörpere. Auch das fühlte sich nicht stimmig an. Die Antwort habe ich dann eines Tages auf recht unsanfte Weise bekommen: Eines Morgens wachte ich auf und dachte mir, dass ich richtig schlecht bin, unfreundlich, faul, neidisch, arrogant, dämlich, unfähig etc. Und einen Tag lang habe ich diese dunklen Seiten von mir angenommen- das war eine ziemliche Scheiße, denn ich habe all das oben erwähnte gespürt und konnte mich fast nicht bewegen. Spritzer getrunken habe ich natürlich auch, da ich der Ansicht war, dass ich sowieso für nichts in diesem Leben gut bin. Es war einer der tiefsten Tiefen auf dieser Reise aber ich bin da durch und am nächsten Tag war es gut, denn ich habe verstanden, dass auch ich beides in mir trage: Das Licht und die Dunkelheit- und zwar zu gleichen Teilen. Lediglich meine bewusste Entscheidung, für das und im Licht zu arbeiten, machen mich zu dem Menschen und dem Medium, der/das ich mittlerweile bin. Ich war erleichtert.

Ich schreibe diese Zeilen für dich aus zweierlei Gründen: Erstens, damit du, egal wen du triffst, weißt dass dieser Mensch beides in sich trägt und du dich wirklich bei deinem gegenüber bewusst auf das Positive konzentrierst. Weil schau, es macht dir selbst ein viel besseres Gefühl, die Sonnenseiten eines Menschen zu schätzen und sich auf dessen Stärken zu konzentrieren, als wenn du dir ständig überlegst, was dich an deinem gegenüber stört. Da wirst du auch immer etwas finden, wenn du gezielt danach suchst, aber wie könnte dieser Fund dein Leben reicher und schöner machen? Versuche einfach einmal bei jedem Gespräch das Strahlende in deinem Gegenüber zu erkennen und fühle dabei bewusst, wie auch du selbst mehr zu strahlen beginnst. Zweitens- und das ist genauso wichtig- möchte ich dir damit sagen, dass auch du diese Schatten in dir trägst, dass sie da sind, dass du sie auch einmal bewusst als Teil von dir annimmst und dich TROTZDEM täglich deiner Stärken besinnst- und so noch liebevoller zu dir selbst bist. Ich persönlich habe mich- wie bereits erwähnt- ein Leben lang bemüht, ein guter Mensch zu sein und wollte alles Negative in mir weghaben- Geht nicht. Licht du Schatten sind in mir, allerdings habe ich jeden Tag die Möglichkeit, mich bewusst für das Licht zu entscheiden. Und wenn ich einmal grantig oder faul (ja das ist ein Schatten von mirJ) bin, dann nehme ich auch das einfach an, ohne mich geistig dafür zu steinigen. Und bin für mich gut so wie ich bin. Und alle anderen sind auch gut so, wie sie sind. Es macht alles so viel einfacher!

Aber nun wieder zurück zu meinem Zwilling: Kaum hatte ich das oben beschriebene Thema halbwegs brauchbar für mich gelöst, kam die nächste Aufgabe daher galoppiert. Ich wollte noch rufen: „Nein, bitte nicht, ich möchte einfach nur ein Buch lesen!“- aber es war schon zu spät: Wie ein Blitzschlag traf mich dich Erkenntnis, dass ich von diesem Mann anscheinend absolut abhängig bin. Und dass dies nicht nur aus diesem Leben kommt. So- was macht man dann? Klar, man könnte es wie die unliebsamen blauen Briefe einfach ignorieren- aber das führt auf Dauer zu nichts. Also muss jemand her, der sich mit dem Lösen von alten Seelenverträgen auskennt- ich war damals selbst noch nicht so weit. Aber ich hatte einen Joker, eigentlich eine Herz-Ass in Form von Mamas aurasichtiger, medialen Freundin- und die wurde ob des Problems umgehend kontaktiert. Die liebe Frau meinte, dass sie ein Foto von meiner Abhängigkeit bräuchte, ich dachte aber, dass die Person selbst noch wirkungsvoller wäre und habe den Zwilling umgehend als Chauffeur für diese Sitzung engagiert. Er hatte natürlich keine Ahnung J. An diesem Nachmittag habe ich mit Mamas Freundin in eineinhalb Stunden einmal das wichtigste gelöst, was man aus gefühlten tausenden von Leben in so kurzer Zeit lösen kann. Short clearing sozusagen. „Mei“, habe ich mir gedacht, „endlich ist einmal etwas schnell und leicht gegangen!“ Irrtum sprach der Igel und stieg irgendwo hinunter. Das war der Beginn meiner medialen Volksschule, ich durfte selbst hakeln und so lernte ich in dieser Zeit mit Hilfe meiner geistigen Führung alte Seelenverträge zu lösen. Unglaublich wie und mit wem wir alles verbandelt sind. Wir sind wirklich fast alle in irgendeiner Art und Weise miteinander verwandt. Wie ich auf die einzelnen Verträge gekommen bin, fragst du? Nun- ich bin hellhörig, aber in dieser Zeit hat sich so etwas wie ein Ahnungssehen bei mir entwickelt- ich kann alte Leben umrisshaft erkennen, auch was passiert ist, vielmehr höre ich aber, was damals vorgefallen ist. Und kann es dann somit im Sinne der göttlichen Ordnung und mit Hilfe der geistigen Welt lösen. [Anmerkung der Redaktion: Carinas Hellsichtigkeit ist noch durch ihre Raucherei verdunkelt] In dieser Zeit habe ich sehr viel für mich selbst lösen dürfen, es ist viel an Heilung geschehen, diese Gabe hat mich sehr demütig gemacht und es kam dann bald der Gedanke, für wen ich sie in diesem Leben einsetzen möchte. Es waren damals die Tiere.

Im Frühling 2018, immer noch ordentlich in der medialen Volkschule, da ich eine sehr große Achtung für diese Form der Arbeit habe und alles sehr viel Zeit braucht, um sich zu entwickeln, kam dann die erste Anfrage bezüglich einer Tierkommunikation. Ich war so aufgeregtJ. Und hatte sofort wieder ein Dilemma: Darf man für seine Medialität, seine Arbeit als Medium eigentlich ein Geld verlangen?

„Du Dummerchen“ sagte das leben in Form von Mamas Freundin, „du berechnest nichts für deine Gabe, sondern etwas für deine Zeit.“ Buh- da war ich erleichtert! Und hab mit den Tieren zu üben begonnen und zwar insofern, dass ich mein Hellhören dafür eingesetzt habe, die für das Tier passenden Kräuter und Bachblüten zu empfangen und noch die eine oder andere Botschaft. Und jedes Tier- jetzt kommen mir gerade die Tränen- hat mich weiter geschupft- jedes. Die Tiere haben mich so unglaublich viel gelehrt und sie haben eine so unendliche Liebe für uns Menschen, wodurch es mir doppelt so weh tut, wie manche Menschen mit ihnen umgehen. Sie lernten mir, klare Botschaften zu empfangen und niederzuschreiben, sie zeigten mir, dass auch sie als Seelen in Schattenwelten gefangen sein können und wie man diese ins Licht führt, sie brachten mich nach Lemurien (das erkläre ich euch ein anderes Mal), wo ich lernte, Seelenanteile für sie zurückzuholen, sie zeigten mir, wie ich Tiere zu ihren verstorbenen Freunden bringen kann, damit sie sich voneinander verabschieden können und sie lernten mir, eine Tierseele im Sterben zu begleiten. Jedem dieser Tiere, ich werde keines in meinem Leben vergessen, schulde ich so viel Dankbarkeit, jedes von ihnen hat mein Herz so tief berührt und jedes von ihnen ist noch mehr Grund für mich, den Tieren hier auf Erden Gutes tun zu wollen. Und schließlich haben sie mich zu jener Form meiner Arbeit gebracht, die ich seit Jänner 2019 machen darf: Ich bilde 8 Damen in der medialen Energiearbeit für Tiere aus. Und ich liebe es.

Nun sind wir aber etwas von der Geschichte mit der Zwillingsflamme abgekommen: Seine dominante Persönlichkeit hat mich – um es kurz zu machen- in jenem Sommer 2018 dazu gebracht, dass ich tagelang damit beschäftigt war, unsere alten Seelenverträge zu lösen. Und das war schon wasJ.

Meine Arbeit in der Materie war hingegen irgendwie zach letztes Jahr: Meine Lateinbücher waren nett, aber irgendwie spürte es sich für mich deprimierend an, weitere 100 Stunden in das 4. Band zu stecken, um dann vielleicht 10 Stück mit einem Gewinn von hundert Euro zu verkaufen. Weißt wie ich meine? Das ist nicht wirtschaftlich. Das Maturaprojekt lief ein bisschen, ich selbst machte auch ein paar kleine Workshops, bin in so viele Schulen gefahren, habe stundenlang telefoniert und Mails geschrieben- aber es ist so wenig zurückgekommen. Kennst du das? Du tust und tust und tust- aber es soll einfach nicht sein. Was kannst du dann machen? Wieder loslassen. Sonst zermürbt es dich. Ja und dann wäre noch unsere kleine Kräuterfirma, die ich unermüdlich weiter aufgebaut habe und die es mir ermöglicht hat, zumindest ein Teil meines Lebens zu finanzieren. Ich war aber- aus finanzieller Sicht gesehen- immer noch ärmlich erbärmlich unterwegs. Ich spüre grad beim schreiben selbst diese Resignation- kannst du es auch spüren? Keine gute Energie. Und ich glaube, ich beantworte mir gerade selbst eine wichtige Frage: Bei welchen Zeilen hast du zuletzt eine positive, helle Energie gespürt? Es war dies bei den Tieren und meinen zwei Lehrgängen.

Eben in diesem dritten Jahr meiner Reise breitete sich das erste Mal etwas wie Resignation in mir aus. Alla: „What the fuck mach ich da eigentlich?“ Ich bin zwar ein sehr geduldiger und mittlerweile auch sehr bescheidener Mensch, der mit ganz wenig auskommt und für das, was ist, auch dankbar ist, aber jedes Monat hin zittern, ob es sich ausgeht, niemals shoppen gehen oder etwas Besonderes zu kaufen- auch nicht für meine Familie zu Weihnachten- war auf einmal nicht mehr lustig. Versteh mich nicht falsch- dieser Weg durch die Armut, dieses aus Nichts etwas machen und mit wenig immer weiter zu machen, hat mich sehr viel gelehrt und ich möchte diese Erfahrung niemals missen. Aber bei aller Bescheidenheit war es mir dann genug. Ich hab nicht mehr weiter mögen. Einzig diese Geschichte, die den Titel trägt „Wie der Glaube an sich selbst Berge versetzen kann“ hat mir in jenen Tagen, in denen ich vielleicht einmal unbewusst auf der Wiese einen Maulwurfhügel versetzt habe, Kraft gegeben. An was sollst du denn sonst glauben, wenn nicht an dich selbst.

Just in diesen dunklen Tagen bin ich ins mediale Gymnasium geschickt worden und meine Medialität hat sich insofern weiterentwickelt, dass ich begonnen habe, für mich und die Tiere energetisch zu reisen. Auf einmal stand ich in Lemurien- ich meine- ich hatte keine Ahnung wo ich bin- und sah zwei Elfenzwerge, die sich mir als Odin und Poh vorstellten. Aha. Weißt du, ich habe aufgehört, die Dinge im Leben zu hinterfragen und alles mit dem Logos verstehen zu wollen, sondern ich nehme sie so an, wie sie kommen, im Vertrauen darauf, dass es gut so sein wird. Also stand ich eines Tages in Lemurien (entschuldige VatiJ- ich bin noch immer ich und hoffe, dass nicht allzu viele deiner Freunde und Geschäftspartner diese Zeilen lesenJ) und hatte zwei Zwerge als Helfer. Auf meine bescheidene Frage, was ich denn jetzt tun dürfte, bekam ich die klare Anweisung, Tiere und Menschen für ihre Heilung hierher zu bringen. Meine Lieben- Lemurien ist kein Ort aus dieser Wirklichkeit, sondern er befindet sich in einer höheren Dimension unseres Bewusstseins. Und man kann sich an diesen Ort erinnern, denn viele von uns haben in einem sehr viel früheren Leben dort inkarniert- Welcome back home, sozusagen. Dann habe ich dieses erste Erinnern an ein früheres Zuhause einfach so im Raum stehen gelassen und bin mit dem Hund raus. Habe ein Bierli getrunken, bin reiten gegangen und gearbeitet. Weißt du, ich wollte nie ausschließlich als Medium arbeiten, sondern auch immer schön irdisch verankert bleiben. Die Ironie: Weder vom einen, noch vom anderen konnte ich wirklich leben. Aber das hatten wir ja schon.

Dann habe ich etwas gemacht, was ich all` meinen lieben Schülerinnen von Anfang an rate NICHT zu tun (natürlich musste ich auch das ausprobieren): ich bin ständig in andere Dimensionen gereist, habe mich mit Engeln, Krafttieren und was man halt so trifft, unterhalten und bin nicht mehr nach Hause zurück. Schon- natürlich, ich war jeden tag schon da, aber nicht ganz- ein Teil von mir ist immer irgendwo da oben herumgeschwirrt. Oh und es war herrlichJ! Und ich habe auch alles gesehen, was für mich da ist, welche Projekte welche Energiefarbe haben und auch wie mein Zuhause einmal aussehen wird. Und noch vieles mehr. Ich sah, dass ALLES für mich da ist und dann bin ich hier im NICHTS aufgewacht. Im Nichts, tatsächlich. Ich konnte keinen Cent abheben und hatte nichts in Aussicht. Es war das Nichts, das ich Kennenlernen durfte. Mag gar nicht mehr daran denken. Auf meine Frage, was das jetzt zu bedeuten hätte bekam ich die leicht süffisante Antwort: „Es ist alles und es ist nichts, das Nichts ist in Allem und das Alles im Nichts. Verbinde dieses Nichts mit allem was ist.“ Weißt wie ich meine- „He ich möchte einfach einmal ein Buch lesen und mir ein T-Shirt kaufen.! Ich verstehe das alles nicht, da ich im Nachnamen nicht Descartes heiße, sondern Leichtfried.“ Aber was sollte es- also habe ich überlegt, wie ich dieses Nichts in das alles führe- auch eine nette Nachmittagsbeschäftigung und es wird dir zumindest nicht langweilig. Meine Lösung war unser Silberwasser: Also habe ich ein paar Fläschen aus der Firma geholt und aus dem Auto raus verkauft (Danke allen Käufern) und so Tag für Tag mein bescheidenes Leben finanziert Eine Woche lang. Um vielleicht jemandem, der gerade diese Zeilen liest zu sagen:  Du hast irgendetwas in deinem Leben, was du machen kannst, um wieder ein Stück weiter zu kommen. Tue es einfach.

Nach einer Woche kamen dann 2000 Euro (für die ich anscheinend zuvor alles vorbereitet habe). Meine Erfahrung in materieller Hinsicht habe ich dir ja gerade geschildert, jene auf spiritueller Ebene war ganz einfach jene: Wenn du diesen Weg deiner Medialität gehst, ist es ganz wichtig immer gut geerdet zu sein und dein irdisches Leben genauso stark zu leben wie jenes in anderen Ebenen. Trust meJ.

Und weißt du was so schön war? Es war dieser unglaubliche innere Reichtum, den ich damals erfahren durfte und den ich seitdem in meinem Herzen trage. Ich meine, hatten meine Jeans fast alle ein Loch und habe ich auch ständig überlegt und gerechnet, wie ich was bezahlen soll, so fühlte/fühle ich mich trotzdem so unglaublich reich. Reich an Zeit, reich an Freunden, reich in der Natur, reich durch dieses bunte Leben, was ich führen darf, reich durch meine Familie, reich durch meine Tiere, reich durch schöne Gespräche, reich durch die Großzügigkeit anderer Menschen, wenn ich in ihrem Garten sitzen darf, um zu schreiben, reich an Geschichten, die ich erzählen darf, reich durch die unglaublichsten Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, die ich erleben darf, reich durch meine Freiheit, das zu tun, was zu tun mir meine innere Stimme rät, reich durch meine Gabe, den Tieren und auch Menschen zu helfen, reich durch meine eigene Großzügigkeit, so gut ich eben kann - die Liste würde sich noch weiter fortführen lassen. Was ich damit sagen möchte: Ich fühle mich im Herzen so reich und dieser Herzensreichtum ist es auch, den ich gerne den Menschen schenke und für den ich denke ich diese Reise auch gemacht habe.

Jetzt sind wir durch die Zwillingsflammengeschichte hierhergekommen und ich glaube, ich weiß auch wozu: Er ist im Außen reich, wirklich reich- und im Inneren dafür oft traurig. Ich bin im Inneren reich- wirklich reich- und im Außen dafür traurig. (Auf Materie bezogen). Fazit: Nur das eine alleine macht nicht glücklich und bedeutet kein wirklich erfülltes Leben und auch das andere alleine macht auf Dauer nicht glücklich und ist auch kein wahrlich erfülltes Leben. Ich denke beides darf und soll sein. Ob man den Weg von innen nach außen geht oder den von außen nach innen- höre ich gerade- ist egal.

Wer mich gerade angerufen hat, um mir das mitzuteilen? Nun: Kuthumi. Schau, jedes Medium, braucht auch Lehrer und geistige Führung, sonst bist du wie ein Schiff ohne Ruder auf hoher See. Ich hab dir anfangs erzählt, dass Jesus Christus mein erster Geistesführer war, dann kamen Maria Magdalena (Frauenthemen) und Kuthumi (finanzielle Angelegenheiten, Wirtschaftsminister) hinzu. Sie leiten mich durch diese Reise, diesen Weg sozusagen und geben mir auch immer wieder das Vertrauen weiter zu gehen. Ansonsten hätte ich es alleine nicht geschafft. Und manchmal darf ich auch Botschaften für meine Freunde channeln oder meine Schülerinnen- ob ich es offiziell anbiete und auch für fremde Menschen Botschaften channeln darf/werde, das weiß ich nicht. Es wird sich weisen. Viele der Zeilen aus der Kaya Geschichte stammen nicht von mir und das war auch der Grund, warum ich Kaya erzählen habe lassen. Denn immer dann wenn sie schreibt „Ihr Menschen“- kommen diese Worte von Jesus Christus. Auch das habe ich einfach angenommenJ in der wirklichen Hoffnung, dass diese Zeilen einmal vielen vielen Menschen, die in einer ähnlichen Kaksi stecken wie ich zu Beginn der Reise, ebenso neuen Mut schenken wie medialen Menschen, sich auch als solche zu zeigen.

Wieder abgekommen von der Zwillingsflamme: Ich kann dir diese Geschichte auch nicht zu Ende erzählen, weil es da einfach kein Ende gibt. Einmal Zwilling, immer Zwilling. Das einzige, was ich dir noch sagen kann ist, dass es nicht notwendig ist, dass man mit seiner Zwillingsseele als Partner lebt (Halleluja)- es kann in manchen Leben sein, in anderen wiederum nicht. Diese zwei Seelen werden sich immer auf Seelenebene unendlich und bedingungslos lieben- sie werden sich auf dieser Ebene auch immer so fühlen, als wenn sie nach Hause kommen, was sie ja auch tun und auf ewig verbunden sein. Auf irdischer Ebene sind sie einfach Joe (der einzige, der hier namentlich erwähnt wird, da er nicht lesen mag) und Carina. Freunde, Kumpels, Streithähne, Hundebekannte und ein kleines Mysterium für den Ort, in dem sie wohnen. Und manchmal etwas mehr. (Zensur)

So bin also 3 Jahre gewandert, mit Lachen, mit Weinen, mit Freude, mit Angst, mit Erfolgen, mit Misserfolgen, mit Höhen, mit Tiefen, mit Freunden und alleine, mit Kaya und mit meinen Engeln auf der Suche nach meinem kleinen Zuhause, meiner kleinen Ranch, die ich mir so sehr wünsche. Auf der Suche nach einem Ort, wo ich mit meinen Tieren einfach sein kann. 44 Monate sind seit dem Auszug von meinem damaligen Gefährten vergangen, 44 Monate lang bin ich diesen Ort tatsächlich gesucht, jeden Tag daran geglaubt und jeden Tag, so gut ich eben kann, leben geübt. Hab ich die Ranch gefunden? Ja. In mir. Alles was ich gesucht habe, alles wonach ich mich gesehnt habe (Mein Motto war: Wenn ich dann auf der Ranch bin, werde ich….) war in mir, alles was ich machen wollte, habe ich gemacht. Ich bin die AsvaNara Ranch- es war einfach nur das ICH, das ich gesucht habe.  Ich bin es, einfach die Carina. Und das ist meine Geschichte.

 

So bin ich als einfach ich in dieses Jahr 2019 gestartet und konnte in meinen beiden wunderbaren Lehrgängen mit den 8 tollen Hexen endlich das tun, was ich mir anscheinend immer gewünscht habe: Ich begleite mediale Menschen dabei, sich an ihre eigene Medialität zu erinnern, sich zu öffnen und diese Gabe für das wohle von Mutter Erde einzusetzen. Sie suchen noch ihren Platz und so wie ich meinen lange gesucht habe, darf ich nun diese Damen begleiten, den ihren zu finden. Und es ist mir so wichtig ihnen und auch dir mitzuteilen, dass sie sich nicht entscheiden müssen: Man kann ein Medium sein und darf trotzdem das irdische Leben genießen. Und man muss keine Angst haben, wenn man mit dieser Gabe in dieses Leben kommt: Wir sind immer so gut beschützt und geführt. Und: Man kann beides so gut verbinden, oben und unten sind eins, und man lernt je nachdem wie es die Situation erfordert-  hin und her zu gehen. Und. Manchmal auch bitte Bier oder Spritzer trinken und gar nichts arbeiten!

Eine „kleine“ Herausforderung hat mir das Leben auch in diesem Jahr gestellt: Unsere kleine Kräuterfirma. Ich liebe sie, ich habe sie mit so viel Liebe und Herzblut aufgebaut, unzählige hunderte Stunden für sie gearbeitet und das immer mit großer Freude. Wir machen sie ja zu zweit und für zwei Menschen zum Leben ist die Firma dann doch noch zu klein. Und es ist immer mehr zum Zwang für mich geworden, da ich den Verkauf über habe und meine Kollegin das Mischen und Verpacken, für uns beide genug zu verkaufen. Weil- ich kann nichts in meinem Leben für das Geld machen, da habe ich leider überhaupt kein Talent. Ich mache es für die Tiere, ich möchte Tiere mit unseren Kräutermischungen unterstützen, ich möchte individuelle Mischungen für sie austesten und auch bei Themen wie Futterunverträglichkeiten und Allergien unterstützen, aber der direkte Verkauf ist einfach nicht meines. Das hat mich viele viele Waldspaziergänge und einige schlaflose Nächte gekostet, aber dann habe ich gespürt, was ich machen soll: Loslassen. Einfach loslassen. Und das hat am meisten weh getan von allen Projekten. Ich soll es loslassen, wie es jetzt ist, damit ich alles annehmen kann, wie es sein soll. Das war erst letzte Woche und ich war einen halben Tag lang leicht (Mama, wirklich nur leicht J) betrunken. Oder zwei halbe Tage. Naja, weils einfach mein Baby ist und ich diese Kräuter liebe, aber meine Inspiration/Intuition- jener teil in mir, der immer meint alles besser zu wissen- hat mir liebevoll aber ziemlich klar aufgetragen, die Firma, so wie sie jetzt ist, loszulassen. Meine Kollegin war unglaublich, denn sie hat gemeint, dass ihr unsere Freundschaft viel wichtiger ist und sie mir alles übergeben möchte. Innerlich habe ich den Hut gezogen- äußerlich habe ich sie umarmt. Dann haben wir beide Wein getrunken und gemeinsam beschlossen, unsere kleine Kräuterfirma so wie sie jetzt ist loszulassen und das anzunehmen was kommt. Ich Tussi hab mir somit auch mein letztes fixes Kapital versagt, aber weißt du, es kommt immer etwas und ich freue mich darauf, was es nun ist.

Somit darf ich dir heute, am 3.6. 2019 freudvoll mitteilen, dass ich ALLES losgelassen habe, was ich mir in den letzten 3 Jahren aufgebaut habe. (Ich könnte hier ein Spendenkonto einrichten? :-))

Blog 22.5 (4.6.2019)

 

Der höchste Wert eines Individuums ist seine Freiheit

 

Ich möchte dir mit den folgenden Zeilen ein paar Erfahrungen von mir schildern, die ich bei der Verwirklichung meines höchsten inneren Wertes der Freiheit machen durfte: Ich habe mich, obwohl wir auf ein paar Hektar lebten und wirklich viel Platz haben zeit meines Lebens eingesperrt gefühlt. Kaum war ich im Haus, musste ich wieder raus, um mehr Luft zu bekommen, kaum bin ich draußen bei den Pferden gesessen, musste ich irgendwo hinfahren und kaum war ich dort, wollte ich wieder nach Hause. Ich war rastlos und ruhelos (noch immer meine größte Lernaufgabe), ständig getrieben und nie wirklich im Hier und Jetzt. Da half auch keine Mentaltrainerausbildung, in der man angeblich lernt, seinen Geist auf das Wesentliche zu fokussieren.

Mein größter und vielleicht auch kindlicher Wunsch- immer das Bild von frei galoppierten Pferden in den Weiten der indianischen Prärie vor Auge- war es also, frei zu sein. Nur wie macht man das? In ebenso kindlicher Naivität dachte ich mir, dass ich nur meinen Job aufgeben müsste, um jene so lang ersehnte Freiheit zu erlangen und ich habe 2016 wie du weißt zum Entsetzen meines Umfeldes einfach meinen Job gekündigt. Ich bin nicht mehr in die Schule gegangen und dachte, dass ich damit wirklich frei wäre. Eigentlich dürfte ich nicht Carina, sondern müsste Naiva heißen- diesen Name gibt es übrigens tatsächlich. Die einzige aus dieser großartigen Entscheidung resultierende Freiheit war jene des Geldes. Eh klar, oder? Hast du keinen Job, dann bist du frei von ihm und auch von Geld. Es ist erstaunlich, dass ich jemals eine Uni geschafft habe, denn ein bisschen mehr Hausverstand hätte ich von mir selbst schon erwartetJ. Was habe ich dann gemacht? Mir einen geringfügigen Job organisiert und fast verhungert- also bitte nicht nachmachen.

Nach dieser ersten turbulenten Erfahrung beschloss ich, im kleinen zu beginnen- gemäß des alten hermeneutischen Prinzips Wie im Kleinen- so im Großen- und habe mich erstmal von allen irdischen Dingen getrennt, für die ich keine Verwendung mehr hatte. Obwohl ich wenig mit in meinen neuen Ort genommen habe, gab es trotzdem noch viele unnötige Dinge, von denen ich mich trennen durfte. Ich mein: Welches Pferd braucht 20 Satteldecken? 2 reichen wohl auch und so habe ich die restlichen verschenkt bzw. in Kisten verpackt, falls einmal etwas kaputt wird oder ich doch einmal mehrere Tiere habe.

1.Schritt zur Freiheit: Alles raus, was du nicht brauchst! Du hast durch das viele Zeugs zu Hause so viele verdichtete, negative Energien- die brauchen wir nicht. Also raus damit! Es gibt bestimmt auch bei dir ein paar Migranten oder sonst arme Menschen und auf Flohmärkten bekommt man sogar Geld für seine persönlichen Energievampire. Wenn du das nun angehst, gebe ich dir noch einen schönen Spruch mit auf den Weg: „Ich ordne- was gehen will darf gehe, was bleiben will darf bleiben.“ Gemäß jenes oben erwähnten hermeneutischen Prinzips, das sich eben nennt – Wie im Kleinen, so im Großen- ordnest du nicht nur dein Haus oder deine Wohnung im Kleinen, sondern auch dein Leben im Großen. Und Dinge, Situationen oder auch Personen, die dir nicht mehr dienlich sind, werden ganz automatisch aus deiner Umgebung verschwinden. Ich hab das schon oft gemacht und es hat sich sehr viel verändert- jener aus letzter Geschichte bereits umfänglich bekannte Zwilling ist trotzdem noch da;-)- Und dann wird es schon gut sein.

Also der erste Schritt war: Raus mit dem überflüssigen Zeugs in deinem Leben.

 

Wo ist der weitere Müll versteckt? Nun, in deinem Kopf. In deinen bewussten oder unbewussten Glaubenssätzen, die wir nun erneuern wollen. Was denkst du über dich und dein Leben? Über Freundschaft, Liebe oder Geld? Mein persönlicher Finanzminister sagt gerade, dass wir es mit dem Thema Geld vorzeigen sollen, da es für uns Menschen ein so großes Mysterium ist. Ich darf dir an dieser Stelle Kuthumis Worte- gestern dachte ich noch, ich darf nicht channeln- falsch gedacht- zum Thema Geld wiedergeben:

 

Meine Lieben, eines der größten Themen eures menschlichen Seins sind eure Finanzen. Ihr fürchtet euch vor ihnen, ihr versteckt sie vor anderen, ihr bewertet sie und gebt ihnen somit unglaubliche Macht über euer Leben. Wir sagen euch: An Geld ist weder etwas Gutes, noch etwas Schlechtes festzustellen- lediglich eure Bewertung macht es dazu. Es ist für euch alle alles da, egal was ihr euch wünscht- es ist bereits da und ihr müsst nicht darum kämpfen. Ihr dürft lediglich verstehen, dass ihr euer Leben mit dem Geld nicht besser machen könnt, wenn es jetzt nicht gut ist für euch. Ihr werdet dadurch zu keinen besseren Menschen, solange bis ihr versteht, dass ihr so, wie ihr jetzt seid, gut und gut genug seid. Lasst alle Ängste bezüglich Geldes los, gebt ihm keine Macht über euer Leben, freut euch über sein Sein und setzt es nicht nur für euch, sondern auch für dieses Leben ein. Die Quelle, die ihr in Banken oder mächtigen Firmen suchst, die ist in euch selbst. Ihr selbst seid eure Quelle und es ist alles in euch verankert. Fragt euch- Was kann ich und möchte ich machen, um glücklich und zufrieden zu sein? Wie kann ich diesem Leben und Mutter Erde dienen? Was erfüllt mich? Und dann tut es und ihr werdet sehen, wie sich der Fluss des Lebens in eurem Leben zeigt. Ihr habt noch so viel Angst, meine Lieben, aber ihr braucht diese Angst nicht mehr erleben. Die Zeiten ändern sich und die Energien erheben sich- es wird eine Wende geben von der Liebe zu Macht und ihr könnt euch nun entscheiden, welchen Weg ihr geht- den der Liebe oder den der Angst. Denn es ist immer entweder die Liebe oder die Angst, für die man sich im Leben entscheiden kann. Eine weitere Macht gibt es nicht. So fordere ich, Kuthumi, mit all meiner Liebe zu allem Sein euch auf: Lasst eure Angst bezüglich Geldes los, folgt dem Weg eures Herzens und den der Liebe und ihr werdet immer reicher und reicher gesegnet sein.

 

So, nun verstehst du vielleicht meine frühere innere Zerissenheit etwas besser: Ich wollte immer etwas Gutes für dieses leben schaffen, etwas Sinnvolles und Heilsames für Tiere und Kinder und bin damit ständig in einen inneren Konflikt geraten, weil ich immer dachte und mir natürlich, was ja nur logisch ist, gesagt wurde: aber du MUSST ja Geld verdienen. Also habe ich mich wieder auf das Verdienen fokussiert, was nie länger als ein paar Tage gut gegangen ist und ich wieder in die Energie des Dienens am Leben gegangen bin. Weißt du: Jeder VERDIENT Geld, er verdient es einfach und es ist auch das, was er zum Leben braucht, immer da, wenn er dieses Kämpfen und die große Angst davor ablegt. Ich habe drei Jahre gebraucht, um diese Angst abzulegen und weißt du, was passiert ist, als ich gesagt habe: „Mein liebes Geld, du hast keine Macht mehr über mich. Du darfst einfach sein und ich freue mich, mit deiner Hilfe Gutes für mich und andere zu tun?“ ich habe ohne ein Projekt oder meine Firma alleine 3858 Euro umgesetzt;-) Net schlechtJ Vermutlich habe ich auch diese Erfahrung des absoluten Loslassens machen dürfen, um dir zu zeigen, dass du diesem Leben wirklich vertrauen kannst.

Okay, nun wollen wir uns aber deine alten Glaubenssätze bezüglich Geldes anschauen und sie durch neue ersetzen. Ein paar prägnante werde ich mit dir gemeinsam transformieren:

 

Ich kann nichts besonders, um damit Geld zu verdienen.

 

What the fuc..? Ich bin mir sicher, dass du unglaublich viele großartige Talente hast und diese bloß noch nicht kennst. Vielleicht bist du ein/e gute/r Maler/in und beginnst ab morgen, kleine Grußkarten oder Einladungen zu gestalten? Oder du bist eine gute Bäckerin (Ich lasse bitte dieses gendern mit /Innen- das ist so mühsam) und beginnst noch heute, Torten für Geburtstage, Taufen etc, zu gestalten. Du könntest eine kleine Selbstständigkeit anmelden- das ist ganz einfach- und deine Produkte auch über einen Onlineshop vertreiben- auch da habe ich gute KontakteJ oder aber du liebst Tiere und bietest Menschen eine Hundebetreuung für ihre Tiere an, während sie auf Urlaub fahren- oder gehst nur manchmal mit ihnen spazieren. Also wenn du das machst und groß und stark bist, gebe ich dir gerne meine Kaya mit. Wenn du Kinder gerne magst, könntest du ein Kindergeburtstagsprogramm anbieten, wo du überforderten Eltern hilfst, den Nachmittag mit den Kleinen zu gestalten – Hätte ich Kinder- mit mir würdest du reich werden. Wenn du handwerklich begabt bist und Holz liebst, könntest du beginnen, handgemachte Boxenschilder, Hundeschilder, Hausnummerntafeln oder ähnliches zu gestalten und einfach einmal auf einem kleinen Weihnachtsmarkt verkaufen. Einfach so. Du hast ganz viele Talente in dir, großartige Fähigkeiten und wenn du deine innere Stimme fragst, was dir Freude macht, bekommst du bestimmt die passende Antwort für dich. Und dann ergibt eines das andere. Es geht einfach nur um das Tun, nichts muss perfekt sein- ich überlege heute zum Beispiel noch immer, was Netto und Brutto nun wirklich ist- und man darf Fehler machen. Fehler sind ganz wunderbar zum Lernen! Und- wenn man etwas selbst nicht weiß- es gibt immer jemanden, den man fragen und um Hilfe bitten kann- das hat der kleine stolze Schwan ihn mir auch erkennen dürfen.

 

Es ist anstrengend, Geld zu verdienen.

 

Wer sagt das, du oder deine Nachbarn? Wenn du etwas machst, das dir wirklich Freude macht und dein Herz strahlen lässt, dann wird es niemals für dich anstrengend sein. Dann freust du dich schon heute darauf, dass du morgen wieder weiterarbeiten kannst und vergisst dabei auch ganz, dass du Geld verdienen solltest, denn dann kommt es ganz automatisch. (Das schreib ich jetzt auch für mich J) Ich liebe zum Beispiel das Schreiben- so sehr- und ich habe mich heute Morgen schon darauf gefreut, dass ich heute wieder ein paar Zeilen weiterschreiben kann. Ich möchte so gerne Menschen mit meinen Geschichten zum Lachen bringen, ihnen neuen Mut schenken und neue Wege aufzeigen-ob ich damit Geld verdienen werde, darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Es wird sich weisen.

Summa summarium (da spricht die alte Lateinerin;-)): Da du es ja so und so verdienst, das Geld zu haben, was du für dein Leben brauchst, sollte dessen Lukration nicht anstrengend und mühevoll sein, sondern wirklich Freude machen. Und das tut es, wenn du deine ganz besonderen Fähigkeiten und Talente aus dir herauskitzelst.

 

Geld ist schlecht. Reiche Menschen sind schlecht.

 

Zuviel schlechte Filme geschaut? J Geld ist einfach, es ist weder gut noch schlecht, es kommt darauf an, was du damit machst. Geld hat auch keine Macht- nur die, welche du ihm gibst. Es hängt von der Person selbst ab, ob sie etwas Gutes oder etwas weniger Gutes für diese Welt machen möchte und nicht vom Geld. Und dieses kann eine Person gar nicht gut oder schlecht machen, denn die Person ist so und so die, die sie ist. Also kann auch Geld nicht gut oder schlecht sein.

Und warum sind reiche Menschen auf einmal schlecht? Okay, wenn man kleine Diktatoren, wie man sie heute überall findet, betrachtet, verstehe ich deine Bedenken, aber hast du dir auch schon einmal all die guten Menschen angesehen, die mit ihrem Geld unglaubliche Projekte für die Natur, Kinder oder Tiere unterstützen? Die Millionen für den Umweltschutz geben und tolle Waisenhäuser fördern? Was ist mit diesen? Das sind ja auch Millionäre und sie setzen ihr Vermögen FÜR diese Welt ein. Und sind diese Menschen wirklich ob ihres Reichtums prinzipiell gut oder schlecht? Ich denke nicht. Sie wären auch, wenn sie arm wie eine Kirchenmaus sein würden, entweder so oder eben anders.

Das heißt: Geld ist einfach. Und du kannst dich entscheiden, was du gerne damit machen möchtest. Unlängst habe ich einer Freundin von einem Wunsch von mir erzählt: Ich liebe Elefanten, immer schon. Keine Ahnung warum, sie sind meine absoluten Lieblingstiere und ich habe nur geweint, als ich sie das erste und einzige Mal in Afrika in echt gesehen habe. Sie berühren mich- vielleicht war ich einmal ein Elefant?:-) Mein Wunsch ist es, für verwaiste Elefantenbabys einmal einen Kindergarten zu finanzieren. Kostenpunkt vermutlich eine halbe Million Euro. Weißt du, was diese Freundin gesagt hat (manch einer belächelt mich jetzt wahrscheinlich gerade): „Dann tu es – lasse es zu.“ Es war interessant, was dann passiert ist: ich bin nach Hause gefahren, hab mir ein Video über Elefantenbabys angeschaut, natürlich wieder geweintJ, und eine große Blockade in mir selbst bezüglich Geldes gelöst. Ich habe in diesem Augenblick verstanden, dass es nur ich war, die es ablehnte, weil ich es anscheinend unbewusst auch mit Macht etc. verbunden habe, aber als ich die kleinen grauen Babyelefanten sah, wusste ich, dass es kommen darf. Du und vielleicht kommst mich dann einmal in ein paar Jahren in diesem Kindergarten besuchen? Es wird sich weisen.

Also heiße Geld in deinem Leben willkommen und gemeinsam können wir viel Gutes für diese Welt bewirken. Vielleicht baust du nebenan einen Nashornkindergarten…

 

Man muss jeden Tag mindestens 8 Stunden arbeiten, um erfolgreich zu sein.

 

Ja genau. Von Montag bis Donnerstag von 8-16 Uhr und am Freitag von 8-12 Uhr. Wochende ist frei.

Warum bitte muss man sich an bestimmte Uhr- und Arbeitszeiten halten, um erfolgreich zu sein? Wer hat das erfunden? Micky Mouse? Lies es dir einmal in Ruhe durch. Was macht das mit dir? Jeden Tag 8 Stunden, dann am Freitag nur 4 oder 6 Stunden und Wochende frei. Ich denke, es schnürt dich ein, es macht dich eng und beraubt dich deiner Freiheit. Denn warum sollte ich nicht am Sonntag arbeiten dürfen? Werde ich dann verhaftet? Oder am Montag von 12- 18 Uhr? Bin ich dann faul? Diese Zeiten sind ein Dilemma und sperren die Menschen ein bzw. zwingen sie, in einem Hamsterrad mitzulaufen. Tust du es nicht, kannst du nicht erfolgreich sein. Punkt. Dein Pech.

Diesen Zeitdruck loslassen zu können und das Orientieren an den anderen, das würde ich dir so sehr wünschen. Denn es engt dich in deiner persönlichen Freiheit so stark ein und wenn du es anders machst, als alle anderen, dann hast du vermutlich ein schlechtes Gewissen.

Die Gedanken von Jesus Christus bezüglich Zeit sind folgende:

 

„Ihr lieben Menschen, Zeit ist einfach und wird immer einfach sein. Das was ihr unter Zeit versteht, existiert in Wahrheit gar nicht und ist eine Konstruktion des Geistes einiger Menschen, die euch vor vielen Jahren mit diesem Bann in eine Abhängigkeit brachten, die bis heute andauert. Es ist immer Jetzt und in diesem Jetzt bewegt ihr euch. Lasst diese Fesseln eurer Uhrzeiten los und findet euren eigenen Rhythmus, geht in eurem eignen Tempo, achtet auf eure eigene innere Uhr, euren Biorhythmus, und lasst euch nicht von einer weiteren Macht diktieren, die in Wahrheit nicht existiert.“

 

Nun aber wieder zurück zum zweiten Schritt deiner persönlichen Freiheit: Dem Loslassen von alten, verstaubten Glaubenssätzen. Kauf dir zwei so kleine nette Schulhefte (yes of course kannst du dir auch Jolly Stifte schenken) und nimm dir einfach jeden Tag am Abend ein paar Minuten Zeit und überlege dir einen Glaubenssatz, den du gerne ändern möchtest. Nehmen wir an es wäre jener:

 

Ich bin nicht gut genug.

 

Diesen schreibst du in das erste Heft. In das zweite Heft kommt dann dein neuer Glaubenssatz:

 

Ich bin gut genug.

 

Und darunter notierst du dir dann alles, was du gut kannst oder machst, wie zum Beispiel: Ich bin eine gute Freundin, ich kann gut zuhören, ich koche gut, ich bin gut zu meinem Mann/meiner Frau, ich mache gute Marmelade, ich pflege mein Auto gut, ich bin gut zu meinen Tieren etc.. WOW, wie viele GUTS! Du bist nicht nur gut genug, du bist super gut!

 

Oder ein weiteres Beispiel, das ich gerade gespürt habe, was vielleicht wichtig für dich wäre:

 

Heft Nummer 1: Ich verdiene es nicht wohlhabend zu sein.

 

Heft Nummer 2: Ich verdiene es wohlhabend zu sein.

 

Ich verdiene es wohlhabend zu sein. Ich verdiene es wohlhabend zu sein. Ich verdiene es wohlhabend zu sein. Ich verdiene es wohlhabend zu sein. Ich verdiene es wohlhabend zu sein…

 

Da brauch ma kein „weil“- du verdienst es einfach so wie du bist. Heute, morgen und immer.

 

Bei deinem morgendlichen Frühstückskaffee liest du dir dann deine neue Glaubensätze ein paar Mal durch und startest mit diesen in deinen neuen Tag. Und sie dürfen immer mehr werden, bis du alles transformierst hast, was mit dunkler, schwerer Energie beladen war.

 

Schritt 3: Das Umprogrammieren deines morphogenetischen Feldes.

 

Morpho- was? Morphogenetisches FeldJ das ist einfach dein Energiefeld, welches dich umgibt und in dem auch Informationen gespeichert sind. Und die dürfen wir ebenso umpolen, wie deine Glaubenssätze. Stell dich bitte als ein Ei vorJ Kein Frühstücksei, sondern ein lebensgroßes Ei, in dem du stehst. Also du stehst und wirst von einem Ei umgehen. Was eine Aura ist, erzähl ich dir ein anderes Mal, wir nennen es der Einfachheit halber Ei. Gut. Und von diesem Ei gehen Energien aus, täglich und ständig, die du dir als feine Stromwellen vorstellen kannst. So, und das zeichnen wir jetzt:

Auf das erste Blatt Papier (du brauchst auch ein zweites) kommt in die Mitte ein schönes, großes Ei mit deinem Namen drinnen. Rund um dieses Ei zeichnest du feine Linien, welche deine Gedanken und Energie darstellen. Und zwischen diese Linien schreibst du nun deine negativen Gedanken zu einem Glaubenssatz. Zum Beispiel:

 

Ich bin nicht erfolgreich.

 

Negative Gedanken wären etwa:

 

Ich bin schon zu alt, um mich zu verändern.

Ich habe keine Schulbildung (wird sowieso überbewertet)

Ich kann nichts Besonders.

Ich habe keine Ideen.

Ich finde keine Unterstützer.

Ich weiß nicht, wo ich beginnen soll.

Mir fehlt das Geld, um meine Projekte zu verwirklichen- sprich alles, was dir zu diesem Thema einfällt.

 

Dann kommt das zweite Ei, das ÜberraschungseiJ auf das zweite Blatt Papier. Wieder mit deinem Namen in der Mitte und vielen Energielinien rundherum. Und jetzt wird es angenehm, du schreibst oben auf das Blatt den Satz:

Ich bin erfolgreich.

 

Und transformierst nun alle am ersten Blatt aufgezählten negativen Gedanken:

Ich bin im besten Alter, um mich zu verändern.

Ich habe sehr viel Wissen und einen guten Hausverstand.

Ich erkenne meine Talente.

Ich öffne mich meinen Ideen.

Ich bin dankbar für jene Menschen, die mich unterstützen.

Ich gehe einen ersten Schritt.

Ich bekomme immer die Unterstützung, die ich brauche.

 

E voila- umprogrammiert! Das erste Ei verschwindet nun im Papierkorb und das zweite hängst du dir irgendwo hin, wo du es gut sehen kannst- jeden Tag. Einfach sehen, durchlesen- lass die Dinge geschehen. Achja- Auch das erste Heft mit den negativen Glaubenssätzen wandert nach getaner Arbeit bitte sofort auf den Müll- die alten Energien brauchen wir nicht mehr.

 

So, das waren jetzt einmal drei kleine Schritte für mehr persönliche Freiheit. Try it and trust yourself!

(Viel Freude beim Umsetzen klingt so altbacken J)

 Block 22.7. (8.6.2019)

 

Kannst du eigentlich zufrieden sind bzw. bist du zufrieden in deinem Leben? Was bedeutet es eigentlich, zufrieden zu sein? Nun, wenn man sich das Wort anschaut, dann könnte man es auch so verstehen: Du bist ZU mit Frieden. Voll Frieden also. Wenn du ZU mit Wein oder Bier bist, hast du dieses Gefühl auch ein paar Stunden lang, aber am nächsten Morgen ist es dann auch schon wieder vorbei- außer du machst dich erneut Zu und wieder und wieder. Kein so guter Plan, glaube mir. Ich habe, seit ich denken kann, nach dieser Zufriedenheit gesucht- wie ein Beduine in der gleißend heißen Wüste nach Wasser sucht und einfach nicht aufgeben will, da er weiß, dass es ihm sein Leben kosten würde. Ich habe immer gesucht, bei meiner Familie (ich liebe sie alle, sie sind großartig), bei meinen Tieren, bei Männern (ganz schlechter Plan), in Sachen und zwar in vielen sinnlosen Sachen wie in den bereits erwähnten 20 Satteldecken, in Ausbildungen, von denen ich einige vorzuweisen habe, die mich allerdings auch nicht besser oder zufriedener machten, in Büchern und eben zeitweise auch im Alkohol. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich kann zwar trinken wie ein Pferd vom Vertragen her, aber trinken gehört weder zu meiner täglichen Beschäftigung noch gibt es mir eine Befriedigung- manchmal ist es einfach nur nett, mit Freunden gemeinsam zu sitzen und Bier oder Spritzer zu trinken. Früher gab es Tage, da habe ich diesen Frieden auch im Alkohol gesucht, was dazu führte, dass ich nur noch unzufriedener war.

Als sich dann meine Medialität zu entwickeln begann, habe ich an einem Tag meinen inneren Frieden in Lemurien oder sonst einer anderen Dimension gesucht und am anderen Tag in Kaffeehaus bei einem Glas Wein. (Scherzi: Eines war es nieJ) Es war eine ziemliche schräge Zeit mit einem sehr großen Kontrast, aber es war einfach so und ich habe es wie immer ohne es zu bewerten einfach angenommen. Da wären wir wieder bei meinem Herzensthema: Der SelbstannahmeJ: Du bist, so wie du jetzt dasitzt und diese Zeilen liest, so wunderschön und einmalig, so einzigartig in deinem Sein und so wie du bist gut und gut genug. Bitte nimm dich einfach an und hab dich lieb.

Irgendwann habe nämlich sogar ich diese Zeilen und die Bedeutung dieser Worte verstanden, mich angenommen und das Vergleichen mit anderen Menschen losgelassen.- ein herrlicher Schritt Richtung Freiheit. Weißt du, es gab Zeiten, da habe ich schon morgens darüber nachgedacht, ob das, was ich jetzt mache so passt. Ob es gut ist und ob ich, wenn ich es so mache ein guter Mensch bin. Beim Laufen habe ich dann darüber nachgedacht, ob das, was ich jetzt mache so passt. Ob es gut ist und ob ich, wenn ich es so mache ein guter Mensch bin. Beim Einkaufen habe ich mir überlegt, ob das, was ich jetzt mache so passt. Ob es gut ist und ob ich, wenn ich es so mache ein guter Mensch bin. Beim Arbeiten waren es stets meine Gedanken, ob das, was ich jetzt mache so passt. Ob es gut ist und ob ich, wenn ich es so mache ein guter Mensch bin. Bei den Pferden überlegte ich, ob das, was ich jetzt mache so passt. Ob es gut ist und ob ich, wenn ich es so mache ein guter Mensch bin. Habe ich mich mit Freunden oder Kollegen getroffen, dachte ich darüber nach, ob das, was ich jetzt mache so passt. Ob es gut ist und ob ich, wenn ich es so mache ein guter Mensch bin. Und selbst wenn ich mit einem Mann geschlafen habe, was ungefähr genauso oft passierte wie das Ereignis, dass ein Albinohäschen geboren wird, überlegte ich, ob das, was ich jetzt mache so passt. Ob es gut ist und ob ich, wenn ich es so mache ein guter Mensch bin. IMMER. Ich habe immer darüber nachgedacht, ob es so passend ist. Nur für wen denn bitte schön passend? Für meine Mama? Für meine Familie? Für meine Freunde? Unseren Bundespräsidenten? Für den lieben Gott? NIEMAND von ihnen bewertete mich- das bin nur ich selbst gewesen. Diese Erkenntnis war denke ich einer der größten Schritte in meine persönliche Freiheit- ja ich weiß, andere schaffen das bereits als 6- jährige, dass sie sich so annehmen wie sie sind, ich brauchte 38 Jahre- und ein großer Schritt zu meinem inneren Frieden.

Natürlich ging das nicht von heute auf Morgen, aber ich habe sehr fleißig geübt J und bin jeden Morgen mit den Gedanken „Es ist gut und ich bin gut“ aufgestanden.“ „Es ist gut“- das ging ja relativ einfach, da Toleranz allem Leben gegenüber für mich etwas ganz Natürliches ist, aber das mit dem „Ich bin gut“ war eine größere Herausforderung als mein Studium, anspruchsvoller als meine Reisen in andere Dimensionen und schwieriger als alles andere, was ich zuvor in meinem Leben erlebt habe. „Ich bin gut.“ Jetzt geht`s schon ohne, dass ich zusammenzucke oder mich schüttle wie Kaya, wenn sie vom Regen nach Drinnen kommt. „Ich bin gut.“ He du- ich bin gutJ

Was macht es so schwierig für manche Menschen- ich denke jetzt nicht, dass ich unter allen Erdenbewohnern die einzige bin, der die Selbstliebe so schwergefallen ist, und wenn doch, dann schreib ich die nächsten Zeilen einfach für mich selbst- sich selbst lieb zu haben? Ich meine, warum geschieht es, dass manche Großartiges leisten, anderen Menschen und Tieren helfen, einzigartige Projekte entwickeln und tolle Freunde sowie libevolle Eltern sind und sich selbst nicht lieben?

Nun, ich bin weder Psychologin (da sind wir alle froh darüber), noch Soziologin noch sonst irgendetwas mit „ing“, aber ich glaube, dass es damit zutun hat, dass wir sehr oft die Bestätigung unseres Seins im Außen suchen, uns von der Meinung der anderen nähren und uns auch häufig in einem direkten Vergleich mit unserer Umgebung befinden. Das kann natürlich zu nichts führen, denn wie sollen wir alleine bei über 8 Millionen Einwohnern in Österreich da jemals zu einem befriedigenden Ende kommen? Pfffff- da bräuchten wir viele Leben, um das zu schaffen und es macht ja auch absolut keinen Sinn. Was ist dann die Lösung?

Schritt 2 meiner Selbsterfahrung war die folgende: Eines Tages bin ich aufgewacht und nachdem das mit dem „Es ist gut und ich bin gut“ schon recht gut klappte (Kein Sehr gut aber zumindest ein  schlechtes Gut), bin ich, mutig wie immerJ- zu Schritt 2 übergegangen: „Ich bin ……….“ Und dann kamen die Namen, von allen Personen, die mir nahestehen. Egal ob es jemand aus meiner Familie war, eine Freundin, die berühmt berüchtigte Zwillingsflamme, ein Bekannter, ich war alle. Eine multiple Persönlichkeit sozusagen. Das kann man machen, ohne dass man dann irgendwelche Mittelchen dagegen braucht, denn so versteht man, dass man von allen etwas in sich hat aber trotzdem man selbst ist. Und man muss sich nicht mehr vergleichen. Hmm, da ich meine Gedankengänge kenne aber die Vermutung habe, dass du gerade etwas verwirrt bist ob der selbigen, möchte ich es mit einem Beispiel erklären: Da der Zwilling der einzige ist, der hier namentlich erwähnt wird (da wird seine rote Aura strahlen), versuche ich es, anhand eines Beispiels mit ihm zu schildern (Jetzt bin ich sogar ich selbst ein bisschen verwirrt, wie ich das verdeutlichen soll): Ich habe mich eines Morgens mit dem Joe auf dem Hundeplatz getroffen. Bis dato sah es so aus, dass ich mich mit ihm verglichen habe (haha) bzw. unsere Werte und unsere Persönlichkeit. Und ihn zum Beispiel immer für seine innere Ruhe ein wenig beneidete. Dann habe ich einfach zu mir gesagt „Ich bin Joe“ – oida, dass klingt jetzt echt schräg- und dann ist folgendes passiert: Die Teile von mir, die ihm gleich sind und bei so vielen Energieteilen, aus denen wir bestehen, sind es dann doch ein paar, sind mit seinen Energien in Resonanz gegangen. Das hat sich ganz weich, verbunden und vertraut angespürt und irgendwie kam mir dann der Gedanke, dass ich und er einen Teil gemeinsam, also gleich haben. Und ich habe aufgehört, dass, was uns unterscheidet- den Mount Everest- in den Vordergrund zu stellen. Vielleicht sollte die Mama noch als zweites Beispiel dienen: Meine Mama und ich sind recht unterschiedliche Persönchen, allerdings mit einer ähnlich starken Energie und einer ebenso starken Eigensinnigkeit, was früher oft zu Konflikten führte. So habe ich beim nächsten Treffen einfach gesagt: „Ich bin Mama“ und wieder gingen jene Teilchen, die uns gleich sind, in Resonanz und bildeten tatsächlich eine Einheit. Und: Ich habe mich seitdem nie mehr mit meiner Mama verglichen, da wir zu einem Teil eins sind. Verstehst du mich? Ich hoffe es.

Bei dieser Übung passieren zwei ganz wundervolle Dinge mit dir: Erstens gehst du mit deinem Gegenüber in eine Resonanz und ihr bildet eine Einheit, die du gar nicht mehr bewerten kannst. Dein Gegenüber ist dann einfach dein Gegenüber und gut so wie er oder sie ist, da du ja auch so wie du bist gut bist. Zweitens brauchst du dich nicht mehr mit deinem Gegenüber vergleichen, denn ihr seid beide zu einem gewissen Teil eins. Bewertung und Vergleich fallen weg- von dir selbst und anderen und he: Das macht echt freier und zufriedener! Mag das vielleicht auf den ersten Blick etwas schräg klingen, mir hat diese Übung ganz viel Selbstliebe, Freiheit und Zufriedenheit geschenkt und ich habe aufgehört am Abend bei einem Bier darüber nachzudenken, warum ich so bin, wie ich bin und nicht anders.

Schritt 3 zu mehr innerer Zufriedenheit: Die beruflichen und private Tätigkeiten. Ich bin ein Regenbogen und wenn der Tag nur mehr Stunden hätte, ich würde in den hellsten Farben erstrahlen. Hat er aber einfach nicht und so fühlte ich mich oft nicht wie ein Regenbogen, sondern wie eine Gewitterwolke: Ich liebe das Schreiben, ich liebe mein Maturaprojekt und das Tun dafür, ich liebe unsere Kräuterfirma und das kreative Entwickeln von neuen Ideen, ich liebe das Austesten von Futter für die Tiere und die mediale Arbeit mit ihnen, ich liebe es Kräuterkurse zu halten, ich liebe es meine 8 Damen auszubilden, ich liebe es, Menschen im Einzeltraining zu begleiten, ich liebe es mit dem Hund zu gehen, ich liebe es, mit den Pferden zu spielen, ich liebe es, mich mit Freunden zu treffen u.s.w. (Gar kein Platz für einen Mann, oderJ?) Weißt du, ich liebe das, was ich machen kann und hatte lange Zeit ein großes Dilemma, was mich absolut blockiert hat: Ich habe alles gemacht. Oft täglich. Und das war nix, denn ich war am Ende des Jahres 2018 kaputt und pleite. Die liebgemeinten Rate meiner Freunde waren natürlich die, dass ich mich auf eine Sache fokussieren soll, dass ich ein Projekt hernehmen, dass ich es quasi Vollzeit machen soll. Und ich habe diese Ratschläge auch angenommen, denn ich hatte, wie du schon weißt- zwischenzeitlich echt keine Lust mehr so zu leben, wie ich lebte. Es funktionierte meistens eine Woche lang, dann kam wieder etwas dazwischen. J Ich irrte stundenlang durch den Wald auf der Suche nach einer Antwort. Wer bin ich eigentlich? Bin ich die Lateinlehrerin? Bin ich Projektleiterin? Bin ich Geschäftsführerin? Bin ich Vortragende? Bin ich Medium? Bin ich Tierkommunikatorin (oder wie das Wort heißt)? Und auf der anderen Ebene: Bin ich Freundin? Bin ich Geliebte? Bin ich Lehrerin? Bin ich Schwester? Bin ich Tochter? – Die Antwort kam erstaunlich schnell: „DU BIST ALLES- DU BIST MIT ALLEM EINS“. Aha, auch nicht schlecht. (Ich war ja nur froh, dass ich nicht das NICHTS bin, denn das zutreffen, reicht einmal im Lebe J) „Ich bin also alles. Hmm und was bin ich jetzt gerade?“ - „Alles.“ - „Ich bin also alle diese Menschen, alle diese Tätigkeiten und alle diese Eigenschaften wie Schwester, Tante etc.“ – „Ja“. – „Bitte Gott hilf mir, ich bekomme ein Burnout!“ – „Ich bin alles und ihr seid auch alles.“ – „Bist du Gott, mit dem ich mich gerade unterhalte.“ – „Ja.“ – „Ladest du mich auf ein Bier ein, das ist mir gerade zu viel.“ – „J“ – „Also nicht. Hmmm. Dann erklär es mir weiter. Du bist also Gott und du bist alles und in allem. In jedem Menschen, jedem Tier und jeden Baum.“ – „Ja“. – „Auch in mir?“ – „Du bist doch ein Mensch, oder?“ – „Ich denke schon.“ – „Natürlich bin ich auch in dir.“ „Oh. Also ist Gott auch in mir. (Bin ich jetzt heilig? - Oder sind wir dann nicht alle heilig? Alle?) „Also Gott, das war gar nicht meine Frage. Ich wollte wissen, was ich bin? Bin ich Licht oder Dunkelheit? Bin ich Medium oder Frau? Bin ich Autorin oder Geschäftsführerin? Bin ich Freundin oder Geliebte?

-„Alles. Du bist alles und du bist mit allem eins.“ – „Aha. Und was mach ich jetzt? Wie entscheide ich mich jetzt? – „Du musst dich nicht entscheiden, mein Liebes. Du bist alles und bist mit allem eins.“ – Mehr war also Gott nicht zu entlocken und ich hatte dasselbe Dilemma wie zuvor. Ich wusste nicht, auf was ich mich konzentrieren und was ich tun sollte. Und dann habe ich das alles einfach einmal angenommen. Es schien mir das Vernünftigste zu sein. Hat dieses Gespräch für mich im Moment zwar noch keine Klarheit gebracht, so hat es mir nochmals verdeutlicht, wie wertvoll es ist, in seinem Gegenüber- und wenn es dich manchmal noch so anzipft- auch immer das Göttliche zu sehen. (Es gelingt mir meistens- immer wäre gelogen).

Zusammengefasst hätten wir nun also die Erkenntnis, dass wir alle gut so sind, wie wir sind, alle miteinander auf bestimmten Ebenen verbunden sind und anscheinend alle alles sind. Hmm- das klingt ja so, als ob jeder das machen könnte, was er möchte! Dass er alles sein kann, was er will! Erstaunlich.

 

Ich habe mein Dilemma insofern gelöst, dass ich einmal dieses Alles angenommen habe und dann das machte, was meine innere Stimme (und nicht die meines Umfeldes) mir geraten hatte, dass es im Moment wichtig ist. Und das tue ich auch jetzt gerade: Seit 2 Wochen frage ich, was ich tun soll, was für mich wichtig ist und ich höre nur: „Schreiben.“ Ich habe aufgehört, mit meinem Verstand gegen mein Herz zu arbeiten und so sitze ich an dieser Geschichte. Das soll aber keineswegs bedeuten, dass ich eines meiner Projekte aufgegeben habe, dass ich keine Kurse mehr mache oder die Firma nicht weiterführe, im Gegenteil. Ich habe verstanden, dass ich alles sein kann, was ich möchte und dass für alles mehr als genug Zeit ist. Dass ich all das bin, was mir so am Herzen liegt und so große Freude macht und dass ich mich nicht entscheiden muss.

Und das war ein ganz großer Schritt für mich zu mehr innerer Zufriedenheit und Freiheit.

Blog 22.8. (9.6.2019)

 

Weniger ist mehr

 

Ich hab ja DIESEN HUND, dieses zauberhafte Wesen mit dem großen Herzen, diesen liebevollen Freigeist, der mich begleitet und dabei aber auch seinen eigenen Weg geht, dieses Geschenk, das mich zweitweise narrisch gemacht hat, aber das ich einfach unendlich lieb habe. Und es nennet sich eben Kaya. Liebt sie es auch, sich in meinen Ausbildungslehrgängen mit meinen Schülerinnen über die erstaunlichsten Themen zu unterhalten, so ist unsere Kommunikation auf das Minimum reduziert, nachdem sie mir einmal erklärt hatte, dass ich schon selbst auf meine Fragen Antworten bekommen würde. Und das sagt sie keineswegs liebevoll alla „Oh Frauli, du machst das schon“, sondern eher in einem Gangslang alla „He, stell dich nicht so blöd an, tu` einfach.“ Okay, dachte ich mir, dann tu` ich einfach und bin wieder weitergetrottet.

Manchmal gab es aber dann doch Situationen, in denen sich dieses Wesen schulmeisterlich wie sie oft ist, dazu bemühsigt fühlte, mir Ratschläge zu geben, von denen einer der folgende war: WENIGER IST MEHR. Ich fragte sie, worauf sie sich bezieht und ihre simple Antwort war: „Auf alles.“

Weniger ist mehr – nun, worauf lässt sich dieser Ratschlag eines Hundes, der eigentlich mehr einem Befehl glich, in unserem Leben anwenden? Ich machte mich auf die Suche und teile mit dir in dieser Geschichte ein paar meiner Erfahrungen:

Du hast ja bestimmt ein Häuschen oder eine Wohnung, die du gerne sauber hälst. Stresst es dich manchmal und hast du oft keine Lust zum Putzen? Nun: Weniger ist mehr! Mach einfach jeden Tag ein bisschen, dann ist es immer schön ordentlich und du hast mehr Zeit für die Dinge, die dir Freude machen.

Isst du gerne Fleisch? Nun: Weniger ist mehr. Es tut unserer Seele nicht gut, so viel Fleisch und das fast täglich zu essen, es macht uns unbewusst traurig und finster und schenkt uns keine gute Energie. Die Tiere wissen, dass sie zu uns auf die Erde kommen, um uns als Nahrung zu dienen, aber so wie sie gehalten, behandelt und geschlachtet werden, ist es nicht mehr in der Ordnung und auch nicht mehr gesund für uns. Kaufst du weniger Fleisch, dann sparst du dir ein bisschen ein Geld, was du dazu verwenden kannst, dich nach gutem Fleisch von Tieren umzusehen, die artgerecht gehalten und wenn möglich sogar am Hof geschlachtet werden. Zusätzlich zu deinem eigenen Wohlbefinden und deinem persönlichen Seelenheil förderst du die regionale Landwirtschaft und trägst so dazu bei, dass nicht die gesamte Lebensmittelproduktion in die Großindustrie fällt. Ich habe oft darüber nachgedacht, was ich kleine Hexe dazu beitragen kann, damit es den Tieren auf der Welt besser geht. Meine daraus gewonnene Erkenntnis war, dass ich nur in meiner kleinen Welt darauf achten kann. Aber da eines der schon beschriebenen hermeneutischen Gesetze besagt „Wie im Kleinen- so im Großen“ bewirke ich mit meiner Einstellung und meiner Energie auch, dass sich im Großen etwas ändert. Die Aussage „Da kann man eh nix mehr machen“ zählt nicht, denn jeder Gedanke von dir, jede Handlung und jedes gute Gefühl wird in das morphogenetische Feld von Mutter Erde eingespeist und nährt dieses. Wäre es nicht schön, wenn du schon heute damit beginnen würdest, an Mutter Erde und alles Sein gute, positive Gedanken und Gefühle zu schicken? Manchmal esse ich auch Fleisch- vorzugsweise Hartwürstel. Ich liebe Hartwürstel J, schon als Kind habe ich sie so gerne mit meinem Vati gegessen und so kaufe ich mir manchmal welche beim Bauern. Und bevor ich sie esse, bedanke ich mich beim Tier, das sein Leben für mich gelassen hat. Sie sagen mir, dass das auch in Ordnung für sie ist- weißt, dass einzige, was sich jene Tiere, die hier sind, um uns zu ernähren, wünschen, ist mehr Achtsamkeit und Dankbarkeit für ihr Leben.

Hast du Tiere? Nun: Weniger ist mehr. Tiere wollen nicht den ganzen Tag beschäftigt werden und sie empfinden es auch als sehr anstrengend, dass sie in Familien so oft im Mittelpunkt stehen und sich alles um sie dreht. Ich habe oft Hunde im Gespräch, die sich einfach nur Ruhe und Sein wünschen. Hund sein, im Garten liegen, schlafen und fressen. Es reicht ihnen, wenn sie bei uns sein können und es stört sie auch nicht, wenn sie einmal ein paar Stunden alleine sind. Manche von ihnen, mit denen ich mich unterhalten habe, haben ein regelrechtes Burnout, da man mit ihnen jeden Tag etwas macht und sie dabei auch ständig zuquatscht. Ich habe das natürlich mit Kaya auch erlebt und auf diese Geschichte bezogen kam dann dieses bestimmende „Weniger ist mehr“. Weißt du, Kaya war nicht gewöhnlich, als ich sie aus dem Tierheim geholt habe, man konnte sie nicht angreifen, sie hat in der Nacht zum Schreien und Jaulen begonnen, sie fühlt sich von anderen Hunden sofort bedroht, was ihre Auszucker zu Folge hat und leidet wirklich unter Panikattacken- was nicht ausschließlich auf Hunde bezogen ist. Sie fürchtet sich vor vielen Dingen. Die Hundemama in mir hat sie wie ein Baby behandelt, ich hab den ganzen Tag über überlegt, was ich ihr Gutes tun und wie ich ihr am besten helfen kann, bin mit ihr bei verschiedenen Hundetrainern gewesen, um ihre Hundephobie in den Griff zu bekommen, habe ihr Lieder vorgesungen, damit sie einschlafen kann (okay, dabei würde vermutlich niemand einschlafen) und war den ganzen Tag entweder körperlich, oder sonst gedanklich bei ihr. Sprich: Mein ganzer Tag drehte sich um den Hund. Und das wurde anstrengend. In einer Tierkommunikation hat sie dann einer Dame erzählt, wie sie unser Zusammenleben empfindet: Sie hat sich die Ohren zugehaltenJ. Die Hundemama war zwar kurzfristig betrübt, aber dann habe ich verstanden und allen Druck und alles Wollen aus unserem Zusammensein rausgenommen und ganz viel Ruhe hineingebracht. Und ich habe es geschafft, meine Tage nach mir einzuteilen und nicht nach dem Hund. Alleine die Frage: „Was möchte ich heute machen?“ (Und nicht der Hund) hat schon so viel zu einer entspannteren Situation und einer viel größeren Harmonie beigetragen. Und: Ich habe sie nie mehr mit einem anderen Hund verglichen. Kaya ist einfach Kaya und so einzigartig in ihrem Sein- so wie dein Hund oder dein Tier. Wenn ich heute laufen gehen möchte, nehme ich sie mit, wenn ich reiten gehen möchte, nehme ich sie mit, wenn ich am Wasser sitzen möchte, nehme ich sie mit, wenn ich im Stall ein Bier trinken möchte, nehme ich sie mit. Wenn ich etwas üben möchte, dann übe ich mit Freude und nicht aus einem inneren Druck heraus- oder weil es eben alle anderen so tun- mit ihr und wenn ich nichts tun will, dann gehen wir nur schnell Lulu. Es ist alles so viel einfacher geworden- nicht nur für mich, sondern auch für den Hund.

Hast du ein Handy? Nun: Weniger ist mehr. Im vorigen Jahr habe ich pro Tag ca. 5-6 Stunden telefoniert. Es waren dies vor allem Telefonate mit Händlern und Trainerkollegen, Schulen, Kunden unserer Kräuterfirma und Eltern von Schülern. Dazu kamen noch Anrufe von Freunden und Bekannten, Mails, WhatsApp und Facebook. Und es hat mich narrisch gemacht, fast aggressiv. Wenn ich mit Kaya vom Spazieren nach Hause kam, hatte ich schon 4 Nachrichten und 3 verpasste Anrufe, die ich meinte, noch vor einem Frühstück beantworten zu müssen. Dann kamen die Mails an die Reihe, dann wieder ein Kundenanruf, dann ein Freund, der mir irgendetwas erzählen wollte u.s.w..

Eines Tages war es dann vorbei und ich habe ernsthaft überlegt, das Handy in den Müll zu werfen. Das geht natürlich auch nicht und so habe ich folgende Lösung für mich gefunden: Mails weg vom Handy. Das stört nur und wenn ich reiten gehe, dann gehe ich reiten und muss keine Mails lesen können. Handy beim Ausflug in die Natur oder beim Besuch bei Freunden zu Hause lassen. Wenn ich in der Natur bin oder bei Freunden, dann brauche ich kein Telefon, oder? Man kann ja eh nur eine Sache auf einmal machen, warum es also komplizierter machen, als es ist. Und wenn ich schreibe, dann schreibe ich: Ich habe gelernt- und das war echt nicht einfach für mich- das Vibrieren zu ignorieren, wenn ich mit etwas beschäftigt bin. Denn nehmen wir zum Beispiel an, dass jetzt, während ich schreibe, das Telefon klingelt. – Passiert echt gerade, ich halte es nicht ausJ- Was geschieht, wenn ich abhebe? Ich gehe aus dieser Energie, in die ich gerade eingetaucht bin, heraus und in eine ganz andere hinein. Beinhaltet der Anruf auch noch ein Problem bezüglich eines Projektes oder eine schlechte Nachricht über unsere Kräuterfirma- ich meine, wirklich schlechte Nachrichten hatten wir zum Glück eh nicht, aber es könnte ja sein, dass wieder einmal ein Paket verschwunden oder kaputt beim Kunden angekommen ist-, dann war es das für heute mit dem Schreiben. Dann bin ich raus aus dem Flow. Und sind wir uns ehrlich? Was kann so wichtig sein, dass es nicht auch ein paar Stunden später oder am nächsten Tag besprochen werden kann? Die Menschen gehen einfach davon aus, dass alle anderen jederzeit verfügbar sind, was uns in eine Abhängigkeit bringt, die echt Stress verursachen kann.

Es war für mich persönlich nämlich sehr erstaunlich, wie abhängig ich von diesem durchaus praktischen Teil bin und wieviel Zeit ich ihm schenke und es ist heute herrlich, auch ein paar Stunden ohne es auszukommen. Ich denke, dass es auch dich, wenn du es ab und an einmal weglegen kannst, gelassener und im Kopf freier macht.

Liest du gerne Zeitung? Nun: Weniger ist mehr. Sei einmal ganz ehrlich: Was passiert mit dir, wenn du unsere Zeitungen liest? Bist du enttäuscht über unsere Politik? Ärgerst du dich über sie? Macht es dich traurig, wenn du über die vielen Flüchtlinge liest, die im Mittelmeer ums Leben kommen? Oder hast du Angst davor, dass es einmal zu viele in unserem Land werden können? Erschüttert es dich, wenn du liest, dass ein Vater seine Frau und seine zwei kleinen Kinder umgebracht hat? Findest du es ungerecht, dass manche Menschen mehr haben als du und vielleicht auch noch schöner sind? Was macht das Zeitungslesen mit dir? – Bei mir hat es die oben erwähnten Gefühle und Stimmungen ausgelöst und ich bin mit keiner guten Energie in den Tag gestartet. Verstehe mich bitte nicht falsch, ein gewisses Maß an politischer Bildung ist durchwegs angebracht, aber dieses Wissen kann man sich sehr selektiv aneignen. Und was kann ich gegen die Politik tun? Ja. Gar nichts und es ist auch nicht sinnvoll GEGEN etwas zu sein, vielmehr empfiehlt es sich, FÜR eine Sache einzutreten. Das GEGEN etwas sein führt nur dazu, dass du gemäß dem Gesetz der Resonanz das, was du eigentlich nicht willst, durch deine Gedanken nährst. Du kannst dich FÜR eine Partei entscheiden und diese wählen oder DAFÜR, dass du dich aus der Politik heraushältst. Bist du GEGEN sie, nährst du sie trotzdem. Es macht mich sehr traurig, wenn ich lese, dass so viele Menschen im Mittelmeer ums Leben kommen, aber darüber zu lesen ändert nichts. Ich hätte nun also die Möglichkeit, nach Italien zu fahren und aktiv etwas FÜR diese Menschen zu tun. Oder aber- und das habe ich gemacht- ich kümmere mich im Kleinen um die Kinder der beiden Flüchtlingsfamilien bei uns im Ort. Das ist es, was ich in Wahrheit FÜR diese Menschen tun kann. Es ist nicht viel, aber zumindest etwas. Natürlich erschüttert es mich, wenn ich lese, dass jemand seine Familie umbringt, allerdings kann ich nichts und sollte ich auch nichts DAGEGEN tun. Ich kann nur FÜR mich schauen, dass es uns in unserer Familie im Kleinen gut geht. Und meinen Kindern- die es ja gar nicht gibt, aber für diese Geschichte werden sie kurz geboren- meine Werte und meine Lebenseinstellung von einem friedlichen und harmonischen Miteinander vermitteln. Und es wird immer Menschen geben, die mehr haben als du und ich, was ja auch absolut okay ist. Aber es ist reine Energieverschwendung, mich mit ihnen zu vergleichen oder diese gar zu beneiden. Ich kann nur darauf schauen, dass ich FÜR mich in meiner kleinen Welt gut auf mich und mein Umfeld achte. Verstehst du was ich meine? Außer einer Scheiß- Energie (entschuldige bitte) bringt dir das Zeitunglesen auf Dauer recht wenig. Schreibe doch deine eigene Zeitung mit schönen und positiven Geschichten, dann trägst du dazu bei, dass sich unser aller Energie hebt.

Bist du gerne unter Menschen? Ich auch. Nun: Weniger ist mehr. Diese Zeilen versuche ich sehr achtsam zu schreiben, damit du verstehen kannst, was ich meine. Ich liebe Menschen, wirklich, und ich denke, dass ich sehr gesellig bin. Hier in unserem Ort gab es Wochen, wo ich mich jeden Tag mit Leuten getroffen habe, mal zum Arbeiten, mal zum Ausarbeiten, mal zum Unterrichten, mal zum Plaudern, mal zum Kaffeetrinken, mal zum Biertrinken, mal am Hundeplatz. Jeden Tag. Dazu kam noch meine Zwillingsflamme, die auch nicht wenig anspruchsvoll war, sowie oben erwähnte Telefonate und eines Tages hatte ich das Gefühl, dass ich ausgesaugt bin, ja regelrecht leer. Und ich war auch irgendwie grandig und fast aggressiv, wenn mich jemand angesprochen hat. Also habe ich mich zu den Tieren in die Natur zurückgezogen, tagelang das alleine Sein genossen und mich dann in kleinen Dosen wieder Menschen genähert. Denn was passiert, wenn wir unter anderen Leuten sind? Genau, wir gehen ständig in Resonanz mit ihnen und unsere Energien vermischen sich. Irgendwann ist der Speicher dann voll und alles ist blockiert, anstatt zu fließen. Und sich selbst findet man unter dem ganzen Sammelsurium an Fremdenergien gar nicht mehr. Denke ich das jetzt oder ist es wer anders? Fühle ich das jetzt oder ist es das Gefühl einer anderen Energie? Was sind noch Mals schnell meine eigenen Gedanken? Ich mag die Menschen sehr, aber ebenso liebe ich es, für ein paar Tage nur für mich zu sein und mich mit mir selbst zu beschäftigen. So komme ich immer wieder in meine Mitte und in meine Energie zurück und habe dann wieder die notwendige Frische für ein spannendes Miteinander. Also: Alleinsein rules J!

Erzählst du gerne über dich? Nun: Weniger ist mehr. Mei- ich habe so gern - und hoffentlich ohne aufdringlich gewesen zu sein- von meinen Wünschen und Träumen erzählt. Von meinen Projekten und Visionen und was ist dabei passiert? Ich bekam Antworten wie „Du wirst dir nie einen Hof leisten können“ – Oh schade. – „Es wird Zeit, dass du einmal Geld verdienst.“ – Okay. „Du kannst deinen Hund niemals unter anderen Hunden führen.“ - Achso. „Brauchen Hunde wirklich Kräutermischungen?“ – Ja, ich denke schon. „Du kannst keine Firma führen.“ -Aha. Etc. Spürst du, was da passiert? Ich bin ein Mensch mit großen Träumen und Visionen, ich glaube an mich und das was ich so mache- und ich verstehe, wenn andere Menschen nicht an das glauben können. Denn jeder kann nur an sich selbst glauben, das ist einfach so. Sagte ich also zu viel von mir, dann passierte es oft, dass das Gegenüber mich belächelte und verunsicherte und ich brauchte wieder ein paar Tage, bis ich in mein Urvertrauen zurückgekehrt bin. Wenn du also – und das hoffe ich doch sehr- kleinere oder größere Visionen und Träume hast, dann erzähl nicht allzu vielen Menschen davon und freue dich im Stillen mit dir, wenn du dich ihnen Stück für Stück näherst.

 

Dieses WENIGER IST MEHR lässt sich auf so viele Bereiche unseres Lebens anwenden und es macht uns wahrlich wieder ein Stückchen zufriedener und freier in unserem Sein.

Blog 22.9 (18.06.2019)

 

Dann wollen wir mal die Koffer zurückstellen….

 

Sprechen wir heute über das Kofferdepot eines Bahnhofes oder Flugplatzes? Nun, das wäre vielleicht sogar lustig, aber da ich nicht die geringste Ahnung über so eine Institution habe, wäre die Geschichte mit einem Satz beendet: Lass niemals deinen Koffer irgendwo unbeaufsichtigt stehen! Nein. Blödsinn. Ich möchte dich heute wieder ein Stück weit unterstützen, dich von Energien anderer Menschen zu lösen, um als souveränes Wesen dein Leben hier auf Erden in Fülle genießen zu können. Wie du dich selbst von fremden Energien reinigen und dich vor schlechten schützen kannst, haben wir ja schon besprochen, nun wollen wir einen Schritt weiter gehen und uns ansehen, wie du energetische Verbindungen zu deinen Mitmenschen, die aus diesem oder aber auch aus anderen Leben stammen, durchtrennen kannst: Und zwar, indem du ihnen ihre Koffer zurückstellst. Und dafür brauchst du kein Medium, das kannst du alleine!

Auf meiner Reise habe ich festgestellt, dass ich mich zwar gut von fremden Energien reinigen und mich vor diesen schützen kann, es aber trotzdem Menschen gibt, die mich narrisch machten. Die ständig wie kleine fiese Gelsen in meiner Aura herumschwirrten, meine Gedanken bestimmten und aus diesen auch nicht mehr weggehen wollten. Da haben wir dann einen herrlichen Seelenvertrag vorliegen, den man mit gutem Gewissen und ohne Notar lösen kann. Wie, das zeige ich dir heute: Nehmen wir an, eine Person in deinem Leben macht dich absolut unrund, wenn du nur an sie denkst- geschweige, sie ist in deiner Nähe. Eigentlich magst du sie ja ganz gerne, aber irgendetwas gibt es da, was du fast nicht ertragen kannst. Und du hast keine Ahnung warum. Es könnte deine Schwiegermutter sein, eine bestimmte Arbeitskollegin, ein Geschäftspartner oder aber auch jemand aus deiner Familie. Oft fühlen wir uns diesbezüglich mies und haben auch ein schlechtes Gewissen, wenn wir dieses bestimmte eine Gegenüber schwer ertragen können, aber es gibt dafür eine ganz einfache Lösung: Du bist mit dieser Person durch einen oder mehrere alte Seelenverträge verbunden. Ich habe diesbezüglich unzählige Geschichten von mir selbst und auch Freunden kennen und lösen gelernt und bin immer noch erstaunt, was wir in früheren Leben so alles angestellt haben. Um genau zu wissen, was zwischen dir und dieser bestimmten Person in deinem Leben vorgefallen ist, dafür brauchst du dann ein Medium, das zurücksehen kann (eine unserer Aufgaben), für den Anfang reicht es aber, alle Seelenverträge einfach einmal so zu lösen. Oft ist es sogar angenehmer, wenn man nicht weiß, dass man diese Person einst umbrachte oder von ihr umgebracht wurde. All` jenen von euch, die jetzt sagen: „Oh, aber ich habe bestimmt niemals etwas Schlechtes getan“, darf ich an dieser Stelle schonungslos, jedoch liebevoll mitteilen, dass jede Seele in ihren unterschiedlichsten Inkarnationen jede Erfahrung machen möchte. Man sollte es vielleicht auch gar nicht als „Gut“ oder „Schlecht“ bezeichnen, sondern einfach als Erfahrung sehen. Nun aber in medias res:

Wir nennen diese bestimmte Person in deinem Leben, die dich manchmal ohne wirklichen Grund narrisch macht, nun Hugo, um das ganze etwas Persönlicher zu machen. Setze dich in Ruhe an einen stillen Ort und verbinde dich gedanklich mit Hugo. Dafür brauchst du nichts anderes tun, als an ihn zu denken- und bewerte ihn bitte nicht. Wenn diese Verbindung steht, sagst du ganz einfach einmalig folgenden Spruch:

 

„Ich löse nun alle Verbindungen und Seelenverträge zwischen mir und Hugo aus diesem Leben und aus allen anderen Leben. Hugo- ich gebe dir jetzt deinen Koffer zurück (Dabei stellst du dir bitte vor, wie du einen Koffer vor Hugos Haustür abstellst und er ihn auch persönlich entgegennimmt) und stehe dir nicht länger als Lastenträger zur Verfügung. Ich bin frei und du bist frei und nur das, was von göttlicher Liebe getragen wird, soll uns verbinden. Danke. Jetzt.“

(Dann wäre es noch schön, wenn du dich bei der geistigen Welt für ihre Hilfe bedankst.)

 

Fertig sind wir. Koffer zurückgestellt, Freiheit von Hugo wiedererlangt. So einfach ist diese Arbeit – alles was von Gott kommt, ist so einfach- und du kannst das wirklich selbst gut meistern. Und alle Verträge mit jenen Personen in deinem Leben lösen, wo du spürst, dass es etwas zu lösen gibt. Du wirst dann merken, dass der Umgang mit Hugo viel einfacher wird und er dich nicht mehr länger energetisch verfolgt. 

 

Was nun aber tun, wenn es sich um dunkle Flüche oder einen Bann handelt, der auf dir lastet? Erstmal: Keine Panik, Carina anrufen. Denn das ist meine Aufgabe. Ich bin zwar eine Lichtarbeiterin, allerdings durfte ich auch lernen, mit der dunklen Seite zu arbeiten und habe dafür meinen Drachen bekommen. (Nun hoffe ich wirklich, dass mein lieber Papa das nicht liest, denn ihn trifft spätestens jetzt der Schlag J) Ich habe lange überlegt, ob ich diese Geschichte jemals erzählen soll, allerdings jetzt, da ich überlegt habe, was ich zu unserer Kofferangelegenheit noch zu berichten hätte, gehört, dass es so sein soll. Vermutlich bin ich jetzt so weit, zu zeigen, wer ich wirklich bin und ich mache mir anscheinend auch keinerlei Gedanken mehr darüber, was jemand von mir denken könnte. Einige halten mich ja so und so für etwas ver – rückt.

Nach dem Jahr 2018, in dem ich fleißig geübt hatte, Seelenverträge zu lösen und Seelenverbindungen zu erkennen, saß eines Tages ein roter Drache auf meinem Haus (In meinem Ort wohnt tatsächlich ein Drache J) und hat sich als Ismael vorgestellt. Erstaunlich. Ich hatte am Vorabend nichts getrunken, nichts geraucht und auch sonst keinerlei bewusstseinserweiternde Substanzen genommen und dann war da ein Drache. Auch mein Pony hat ihn gesehen, denn sie hat in meinem Ausbildungslehrgang einer Schülerin erzählt, wie schön und groß dieses Wesen sei und wie er Feuer gespuckt habe_ sie hat es ihr sogar genau gezeigt. Ich hatte in diesem Kurs noch nichts von meinem neuen Gefährten erzählt, denn wie soll man das machen? „Carina, hast du nun endlich mal einen netten Mann kennengelernt?“ – „Nein, aber ich habe jetzt einen Drachen.“ Etwas schräg. Gut. Auch das Pony hat Ismael also gesehen und ich musste überlegen, was ich mit dem Tier auf dem Dach anfangen sollJ Es hat natürlich nicht lange gedauert, die Dinge kommen immer zur rechten Zeit, da rief mich eine Freundin an und fragte mich, ob ich einen Fluch lösen könnte, der einst von einer Zigeunerin auf ihre Familie ausgesprochen wurde. Ich verneinte und sagte ihr, dass ich nicht auf der dunklen Seite arbeiten kann, als plötzlich der Drache aufstieg. Er wollte mir anscheinend etwas mitteilen. Mein ursprünglicher Plan, Mamas gute Freundin anzurufen und sie um Hilfe zu beten wurde insofern von der geistigen Welt durchkreuzt, indem man mir sagte, ich sei selbst so weit. Mediale Universität sozusagen. Da habe ich mich ehrlich gesagt schon etwas gefürchtet und ewig geatmet, bis ich das Gefühl hatte, ich wäre so weit, um die dunkle Seite zu besuchen. Ehrlich gesagt, wäre ich noch immer an dieser Stelle und würde aus- und einatmen, wenn der Drache nicht an meiner Seite gewesen wäre. Also bin ich in die Energie des Reisens – ich nenne es einfach so, bis mir ein besseres Wort dafür einfällt- eingestiegen und befand mich mit Ismael vor dem Eingang zur Unterwelt- wir nennen diese Ebene jetzt ebenfalls einfach so. Es führten 17 Stufen nach unten, die ich sehr langsam, da ich ja fast blind wie ein Maulwurf und nur ahnungssichtig bin, hinabstieg, um dort auf Isis und Osiris zu treffen, die Wächter dieser Dimension. Isis war sehr gastfreundlich, Osiris mit seinem gehörnten Helm wirkte dagegen etwas furchteinflößend auf mich. Und nun zeigte sich auch die Funktion meines Drachens: Ismael zog einen Schutzkreis um mich, um mich so vor den dunklen Energien und dunklen Seelen zu schützen. Ja und dann, tata, kam er, unglaublich schön und ich bin natürlich seinem Scharm sofort erlegen: Lucifer, Gottes Lichtengel, der die Aufgabe hat, das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit zu wahren und der der Herrscher über dieses Reich ist. Dann arbeitete ich gleich wie mit Erzengel Michael, nur eben auf der anderen Seite: Die Frau, die damals diesen Fluch über die Familie ausgesprochen hat, ist gekommen und hat sich als Ismera vorgestellt. Auf meine Frage, warum sie das damals getan hätte, antwortete sie, dass sie auf jenem Hof lediglich eine Bleibe für die Nacht und ein wenig Essen erbeten hatte, allerdings vom Besitzer vertrieben wurde. Sie musste zurück in die Kälte des Winters und deshalb verfluchte sie den Bauern und seine Familie (Dieser Fluch hat auch seine Wirkung gezeigt). Ich hatte natürlich keine Ahnung was ich jetzt tun soll und Lucifer erklärte mir, dass man einen Fluch nicht lösen, sondern dass diesen nur die betreffende Person, die ihn ausgesprochen hat, zurücknehmen kann. Ich frage also Ismera, was geschehen müsste, damit sie ihn zurücknimmt. „Vergebung“ – war die Antwort. Also habe ich sie im Namen von dieser Familie von ganzem Herzen um Vergebung gebeten. Und sie hat vergeben. Nun kam Osiris zurück und führte die Frau die 17 Stufen die Treppe hoch, ich habe mich ordentlich bedankt J und ebenfalls rasch das Weite gesucht. Oben angekommen, stand Erzengel Michael, der Ismera dann an den Platz im Licht führte, an den sie hingehört. Sie war nun strahlend hell und leuchtete und hat zum Abschied einen Segen über diese Familie ausgesprochen. Das war also meine Aufgabe und das ist meine Arbeit als Lichtarbeiterin.

Damals habe ich eben zum einen gelernt, dass man keine Flüche lösen kann, wenn ihn die Person, die ihn ausgesprochen hat, nicht von sich aus zurücknimmt, und zum anderen, dass man dunkle Seelenanteile durch Vergebung ins Licht führen kann. Entweder man vergibt selbst oder man bittet um Vergebung. Und das ist eine ganz liebevolle, große Macht.

Wie du siehst, habe ich bei keinem anderen Medium, sondern von der geistigen Welt gelernt und lerne noch immer- vermutlich mein ganzes Leben lang. Und nicht nur im Licht.

Lucifer habe ich noch etliche Male getroffen, denn ich durfte noch einiges über diese Dimension erfahren und unter anderem auch dunkle Seelenanteile von mir selbst ins Licht holen. Neugierig wie ich bin wollte ich alles lernen, was es zu lernen gab, bis ich eines Tages in meiner Küche stand und dunkel war. Nicht von der Hautfarbe her, sondern von meinen Gedanken. Ich habe so schlimme Wörter gedacht, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie überhaupt kenne. Dachte ich an eine Freundin, fiel mir ein Schimpfwort ein, dachte ich an meine Mama, fiel mir ein Schimpfwort ein, dachte ich an meinen Hund, viel mir ein Schimpfwort ein. Das war wieder „Ah so eine Scheiße“ Zeit, von denen ich ja immer wieder mal welche hatte, nur diesmal war es wirklich finster. Allerdings weiß ich, dass man nur das im Leben bekommt, was man ertragen und lösen kann. Das einzige was ich machen konnte, war, dass ich mich jeden Tag bewusst für das Licht und die Liebe entschieden habe. Ich weiß nicht mehr wie lange, es war mühsam mit den bösen Wörtern, aber eines Tages waren sie verschwunden. Gleichzeitig brach für mich die Treppe in die Unterwelt zusammen und der rote Drache war weg. Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich ihn hätte füttern sollen. J Erzengel Michael hat mir dann erklärt, dass ich so etwas wie eine Waage in diesem Leben bin und es unter anderem meine Aufgabe wäre, das Gleichgewicht von Licht und Dunkel zu erhalten (Da ergab meine Tätowierung mit Sonne und Mond auf meiner Hand gleich noch mehr Sinn). Ich sei eine Lichtarbeiterin, die aber auch mit der Dunkelheit arbeiten kann und dass es für mich wichtig war, mich bewusst für das Licht zu entscheiden. Und Lucifer musste mich ganz einfach auf die Probe stellen- das ist sein Job hier.

Ja- und dann kam Serafina, eine weiße Drachendame- der Ort wird begeistert sein- die ebenso auf meinem Dach lebt und mich begleitet, wenn ich ihre Unterstützung brauche. Und die man natürlich nicht füttern muss. Wer sind diese Drachen eigentlich? Nun, so genau weiß ich das auch nicht, ich weiß nur, dass sie uralte Lichtwesen aus der 12. Dimension sind, die kommen, um Lichtarbeiter bei ihrer Aufgabe zu unterstützen. Unsere Schutzdrachen sozusagen. Und wenn du eine alte Seele bist, kannst auch du sie sehen. Ich werde nie vergessen, wie eine meiner Schülerinnen aus dem ersten Lehrgang mich am allerersten Kurstag völlig entgeistert angeblickt hatte: Ich habe da nix von Drachen oder Erzengeln, geschweige von Lucifer erzählt, sondern einfach, dass wir beim nächsten Mal unsere erste Reise zu einem Krafttier machen. Ich konnte in ihren Augen lesen: „Bitte Gott lass´ es geschehen, dass ich von dieser Verrückten mein Geld zurückbekomme.“ Diese Gedanken hat sie mir später auch bestätigt. Sie wollte ja eigentlich über Kräuter und Bachblüten bei mir lernen und ein wenig üben, mit Tieren zu sprechen. Nun- mittlerweile hat dieses wundervolle Medium einen türkisen Drachen samt Lehrer, mit dem sie arbeitet- nach 5 Kurstagen.  Ich begleite in diesen Lehrgängen mediale Menschen darin, sich an ihre Gaben zu erinnern und ihre Kanäle wieder zu öffnen, die ja sowieso vorhanden sind und unterstütze sie in ihrer Entwicklung. Und das ist das Schönste, was ich machen darf!

Das war die Drachen- und Lucifer Geschichte. Schreibe ich das, damit du denkst: „Wow, wie cool?“ – Nein. Ganz und gar nicht. Ich denk mir ja selbst gerade, dass ich das einmal veröffentlichen werde und habe schon ein bisschen ein flaues Gefühl im Magen, da man ja schnell für unzurechnungsfähig erklärt wird- besonders mit meiner Vorgeschichte. Ich schreibe es dir, damit du verstehst, dass alles im Leben zwei Seiten hat und dass es hier sowohl das Licht, als auch das Dunkle gibt, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Lediglich du selbst hast jeden Morgen die Wahl: Wählst du das Licht, oder wählst du die Dunkelheit? Und diese Wahl ist – egal welche du triffst- keineswegs gut oder schlecht. Es ist deine persönliche Wahl und trägst damit zum Gleichgewicht des Lebens bei. Und ich habe Lucifer versprochen auch ihn und seine Aufgabe hier in allem Sein zu erwähnen, dass er sich freiwillig von Gottes Seite aus dem Licht in die Dunkelheit begeben hat, um eben diese Ordnung zu erhalten und dass er absolut nicht so aussieht, wie er oft dargestellt wird. Versprechen eingelöst.